Knochenkrankheiten im Alter sind keine Seltenheit. Oft bleiben sie jedoch lange Zeit unentdeckt, da mögliche Symptome häufig falsch gedeutet werden.

In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über Knochenkrankheiten Arten, Knochenkrankheiten Namen und Symptome, vererbbare oder auch seltene Knochenkrankheiten und natürlich wie Sie diese vermeiden.

Knochenkrankheiten Arten

Unsere Knochen können im Laufe des Lebens vielfältige Knochenkrankheiten aufweisen. Jedoch steigt mit zunehmenden Alter nicht nur die Gefahr für Knochenbrüche, sondern auch für eine ganze Reihe von weiteren Veränderungen der Knochen.

Die folgende Knochenkrankheiten Liste gibt Ihnen zunächst einen Überblick über die ganz unterschiedlichen Formen:

  • Osteoporose – Reduktion der Knochendichte
  • Knochenbrüche wie zum Beispiel:
      – Ermüdungsfrakturen
      – Oberschenkelbruch
      – Beckenbruch
      – Fußbruch
      – Unterarmbruch
      – Schenkelhalsbruch
      – Schlüsselbeinbruch
      – Rippenbruch
      – Unterschenkelbruch
  • Knochentumore gutartig
      – Enchondrom
      – Chondroblastom
      – Osteochondrom
      – Juvenile Knochenzyste
  • Knochentumore bösartig
      – Chondrosarkom
  • Degenerative Knochenkrankheiten
      – Arthrose
      – Rheumatoide Arthritis
      – Osteomyelitis – Knochenmarksentzündung
  • Morbus Paget
  • Morbus Sudeck (auch CRPS, Algodystrophie bzw. Neurodystrophie)
  • Rachitis und Osteomalazie (weiche Knochen)
  • Osteonekrose (Knocheninfarkt mit Absterben des Gewebes)
  • Marmorknochenkrankheit Osteopetrose, Albers-Schönberg-Syndrom – seltene Erberkrankung

Knochenkrankheiten Symptome

Es existieren zahlreiche Knochenkrankheiten Namen, die für den Laien nur schwer zuordenbar sind und oft erst nach mehreren Jahren diagnostiziert werden.

Dabei äußern sich Knochenkrankheiten mit Symptomen, die bereits frühzeitig auf Probleme mit den Knochen hindeuten können.

Gut zu wissen: Aufgrund der ganz unterschiedlichen Arten von Knochenkrankheiten, können auch die Symptome vollkommen verschieden ausfallen.

Zu den Knochenkrankheiten Symptomen zählen zum Beispiel:

  • Knochenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Knieschmerzen
  • Hüftbeschwerden
  • Schmerzen in den Extremitäten
  • Knöcherne Verformungen
  • Fissuren oder Frakturen der Knochen eines Knochens
  • Knochenbrüche in der Nähe der Hüfte (wie zum Beispiel Oberschenkelhalsfraktur)
  • Wirbelkörperbrüche
  • Degenerative Veränderungen eines Gelenks (beispielsweise Hüfte oder Knie)
  • Neurologische Ausfälle durch eine Einengung, Knochenanbauten etc.
  • Zunehmender Rundrücken
  • Reduktion der Körpergröße
  • Muskelverspannungen
  • Nervenschädigungen

Vererbbare Knochenkrankheiten, seltene und häufige Knochenkrankheiten

Erbkrankheiten werden uns quasi in die Wiege gelegt und sind angeboren. Sie werden mit dem Erbgut (DNA) von den Eltern an die Kinder weiter vererbt. Unter ihnen gibt es auch vererbbare Knochenkrankheiten.

Dazu gehört zum Beispiel die seltene Osteopetrose, die auch als Marmorknochenkrankheit bezeichnet wird. Hier kommt es zu einer erblich bedingten Unterfunktion der knochenaufbauenden Zellen.

Eine weitere seltene, vererbbare Knochenkrankheit ist die Hypophosphatasie (Abkürzung HPP). Darunter versteht man eine vererbte unheilbare Störung im Stoffwechsel der Knochen. Diese macht sich vor allem im Aufbau des Skeletts bemerkbar.

Häufigste Knochenkrankheit Osteoporose im Alter auch genetisch bedingt? Auch bei der weit verbreiteten Osteoporose im Alter scheinen genetische Faktoren eine Rolle zu spielen.

So weist zum Beispiel der Bundesverband HPP Deutschland e.V darauf hin, dass nicht allein die Ernährung, sondern auch ein erblich bedingter Mangel an alkalischer Phosphatase, bei der der Prozess der Mineralisierung von Kalzium und Phosphat im Knochen gestört ist, zu Osteoporose führen kann.

Welche ist die zweithäufigste Knochenkrankheit? Störungen im Knochenstoffwechsel treten auch bei der Knochenkrankheit Morbus Paget (Osteodystrophia deformans) auf. Wussten Sie, dass dies die zweithäufigste auftretende Knochenkrankheit ist und sich die Häufigkeit der Erkrankungen mit zunehmen Alter steigert?

Aufgrund einer Veränderung der Osteoklasten kommt es zu einem Abbau der Knochensubstanz. Es entstehen u. a. Fehlbildungen des Knochengewebes vor allem an Oberschenkeln aber auch Becken Lendenwirbel, Schädelknochen sowie Beckenknochen können betroffen sein.

Sind altersbedingte Knochenkrankheiten vermeidbar?

Inwieweit Knochenkrankheiten vorbeugbar sind, ist von Fall zu Fall verschieden und hängt auch von genetischen Faktoren, Vorerkrankungen, Alter etc. ab. Sie können dennoch gezielt gegen Erkrankungen der Knochen vorgehen.

Warten Sie nicht so lange, bis erste Beschwerden auftreten, denn gerade Osteoporose ist lange beschwerdefrei, bis die ersten Brüche auftreten. Achten Sie frühzeitig auf starke, gesunde Knochen.

Auch wenn Sie bereits unter einer Erkrankung der Knochen leiden, können bestimmte Maßnahmen den Abbau der Knochensubstanz verlangsamen oder Schmerzen lindern.

  • Ausgewogene Ernährung: Wie bei vielen Erkrankungen spielt auch hier eine gesunde und bewusste Ernährung eine große Rolle. Zur Vorsorge dienen vitaminreiche und kalziumhaltige Lebensmittel die u. a. Krankheiten wie Osteoporose, Rachitis oder bestimmte Arthritis Formen vorbeugen können.
    Experten empfehlen: für Erwachsene eine Zufuhr von 1.000 bis 1.500 Milligramm Kalzium täglich
  • Phosphathaltige Lebensmittel meiden: Vermeiden Sie eine hohe Aufnahme von Phosphat durch den Genuss von viel Wurst- und Fleischwaren, Schmelzkäse oder beispielsweise auch Cola etc. Durch Phosphat wird die Kalziumaufnahme im Darmtrakt gehemmt und es kommt zu einer vermehrten Freisetzung von Kalzium aus den Knochen.
  • Ausreichend Vitamin D: Vitamin D ist entscheidend für gesunde Knochen. Natürlich können Sie die Kraft der Sonne nutzen, um die Vitamin-D Produktion in Ihrem Körper anzuregen.
    Jedoch weisen verschiedene Experten darauf hin, dass dazu täglich mindestens 30 Minuten direktes Sonnenlicht auf Armen und Gesicht nötig sind. In Deutschland ist das meist nicht zu schaffen.
    Gelingt das nicht, sollte eine Supplementierung erfolgen über fettreiche Fischarten wie Hering Fischöl und Eigelb aber auch über spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Hier ist besonders Vitamin D in öliger Tropfenform geeignet.
    Expertenhinweis: Vitamin D: 800 bis 2000 IE Vitamin D 3 oral täglich
  • Körperliche Aktivitäten: Tägliche Bewegung kann Knochenkrankheiten im Alter positiv entgegenwirken oder deren Verlauf verlangsamen. Fördern Sie Ihre Durchblutung und die Mobilität mit Sportarten wie Schwimmen, Tanzen, Laufen, Spaziergehen aber auch Aktivitäten im Alltag wie regelmäßiges Treppensteigen.
  • Psychischer Ausgleich und Entspannung: Betrachten Sie Ihren Körper immer im Ganzen. Gönnen Sie Ihrer Seele den nötigen Ausgleich mit der passenden Entspannung. Hier können Meditations- und Entspannungstechniken helfen, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen.
    Eine gesunde Psyche hat immer auch Einfluss auf den Verlauf von Erkrankungen, so auch auf Knochenkrankheiten im Alter.
  • Medikamente zur Stärkung der Knochendichte: Wird eine Knochenkrankheit wie Osteoporose diagnostiziert, finden sich in der modernen Medizin eine Reihe von Medikamenten, die den Knochenabbau bremsen und einen Aufbau der Knochen unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel:
      – Bisphosphonate (bremsten den Knochenabbau)
      – Strontiumranelat (Spurenelement ähnlich wie Kalzium zur Steigerung des Knochenaufbaus)
      – Raloxifen (zur Erhöhung von Östrogenvorgangen und so der Knochendichte)
      – Teriparatid und Parathyroidhormon (Simulation des körpereigenen Parathormon zum Knochenaufbau)

Fazit: Knochenkrankheiten im Alter lassen sich nicht immer vermeiden, insbesondere dann wenn eine erblich bedingte Erkrankung der Knochen vorliegt. Jedoch kann mit den passenden Maßnahmen der Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst oder verlangsamt werden.

  1. Conrad says:

    Ein sehr guter Beitrag. Ich möchte dazu allerdings ergänzen, dass zur Einnahme von Vitamin D auch dringend die Einnahme von K2 gehört – besonders im Alter und bei regelmäßiger Einnahme, um die Knochen zu stärken. Durch Vitamin D kommt zwar vermehrt Calcium in den Kreislauf, was die Knochen stärken soll. Erst durch das K2 wird dieses Calcium aber vom weichen Gewebe in die Knochen geleitet. Fehlt das K2, lagert sich das Calcium in den Arterien ab. Mein Vater hat Osteoporose und hat vom Arzt ebenfalls Vitamin D3 und K2 verschrieben bekommen.

    Viele Grüße
    Conrad

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