Knöchelschwellungen sind weit verbreitet und die meisten Menschen waren bereits einmal davon betroffen, denn bei den Knöcheln handelt es sich um regelmäßig stark beanspruchte und sensible Bereiche unseres Körpers.

Schwellungen der Knöchel können sehr schmerzhaft und langanhaltend sein. Ursachen für derartige Knöchelschwellungen gibt es viele.

Der Knöchel kann beispielsweise nach einem Umknicken und nach langem Laufen plötzlich anschwellen, eine Knöchelschwellung tritt manchmal aber auch ohne erkennbaren Grund auf.

In unserem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie geschwollene Knöchel bekämpfen und welche Hausmittel bei Knöchelschwellungen schnelle Linderung verschaffen.

Knöchel geschwollen – was versteht man unter eine Knöchelschwellung?

Unter einer Knöchelschwellung versteht man eine Schwellung mit Flüssigkeitsansammlung, auch als Knöchelödeme bezeichnet, im oberen Teil des Sprunggelenks. Häufig tritt diese bei Verletzungen und Prellungen im Bereich der Knöchel auf.

Ihr Knöchel ist geschwollen? Die Auslöser hierfür können vielfältig sein. Nach Überdehnung, Stürzen oder Unfällen, aber auch nach langem Stehen oder Laufen kann es zu Knöchelschwellungen kommen.

Ursachen können jedoch auch hormonelle Gründe sein, wie beispielsweise während einer Schwangerschaft, aber auch in den Wechseljahren. Darüber hinaus können Knöchel geschwollen sein, wenn es zu Erkrankungen von Nieren, Leber oder Herz kommt.

Knöchelschwellung beiderseits und einseitig – woher kann das kommen?

Eine Knöchelschwellung beiderseits kann beispielsweise nach langem Stehen, aber auch bei hohen Temperaturen in Hitzephasen oder durch unpassendes Schuhwerk entstehen.

Knöchelschwellungen können aber auch aufgrund der Einnahme bestimmter Medikamente auftreten oder durch eine Übersäuerung des Körpers hervorgerufen werden

Hält die Knöchelschwellung beiderseits über einen längeren Zeitraum an oder tritt immer wieder auf, sollten Sie die Ursachen überprüfen lassen und einem Termin bei einem Arzt vereinbaren.

Liegt keine Verstauchung, Sportverletzung und auch kein verletzter Knöchel nach Umknicken vor, aber taucht eine Knöchelschwellung ohne Grund auf, kann dies ein Hinweis auf eine Erkrankung sein.

Eine einseitige Knöchelschwellung auf der linken Seite kann beispielsweise auf eine Nierenerkrankung hinweisen. Eine einseitige Schwellung des rechten Knöchels hingegen kann durch Problemstellungen mit dem Herzen hervorgerufen werden.

Ihre Knöchelschwellung geht nicht zurück? Auch nach mehreren Tagen ist Ihr Knöchel noch geschwollen? Klären Sie die Knöchelschwellungen unbedingt mit einem Arzt ab. Sie können harmlos, aber auch erste Anzeichen für eine Funktionsstörung im Körper sein.

Knöchelschwellungen vorbeugen und mit Hausmitteln effektiv behandeln

Sie wollen Knöchelschwellungen vorbeugen oder Ihren geschwollenen Knöchel mit Hausmitteln behandeln? Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, einer Knöchelschwellung entgegenzuwirken.

Bereits einfache Hausmittel und wertvolle Tipps machen es möglich, Knöchelschwellungen natürlich und ganz schonend zu behandeln.

Häufig geht so die Schwellung der Knöchel bereits nach einem Tag sichtbar zurück. Probieren Sie es einfach aus.

Knöchelschwellung nach Laufen und Knöchelschwellung nach Umknicken – Kälte hilft!

Sie haben sich beim Sport, Wandern oder aufgrund von Unachtsamkeit den Knöchel verstaucht? Dann kann eine Kältetherapie hilfreich sein.

Dafür wird der betroffene Knöchel mit einem Kühlkissen umwickelt. Je nach persönlicher Verletzung kann ein Gelkissen verwendet werden, dass vorher ins Gefrierfach gelegt wird. (Hier sollten Sie aber unbedingt ein Tuch zwischen die Haut und das Gelkissen legen, um Erfrierungen zu vermeiden.)

Tipp für unterwegs: Sofort-Kühlpacks passen in jeden Rucksack und sollten bei Wandertouren etc. ein regelmäßiger Begleiter sein. Kommt es zu einer Verstauchung, sind diese sofort einsatzbereit.

Oder Sie nutzen für zu Hause ein Moorkissen, dass Sie im Kühlschrank kühlen und direkt auf den schmerzenden Knöchel legen.

Viel trinken!

Ausreichend Flüssigkeit unterstützt Ihren Körper dabei Schwellungen abzubauen. Trinken Sie mindestens 8 Gläser Wasser am Tag. Nur wenn der Organismus ausreichend Flüssigkeit aufnehmen kann, versucht er diese nicht durch Einlagerungen zum Beispiel in den Knöcheln zu halten.

Kompressionsstrümpfe tragen!

Ganz gleich ob online, im Drogeriemarkt, in der Apotheke oder im Fachgeschäft, kaufen Sie sich bei geschwollenen Knöcheln Kompressionsstrümpfe die mindestens 12 mm Quecksilber enthalten.

Starten Sie mit einer geringeren Kompression und steigern Sie diese, wenn es notwendig wird.

Gegebenenfalls können Sie in bestimmten Situationen auch regelmäßig auf Kompressionsstrümpfe zurückgreifen. Dies sollten Sie jedoch mit einem Arzt oder Therapeut Ihres Vertrauens vorher absprechen.

Füße anheben!

Legen Sie die Füße auf eine Decke oder ein Kissen, sodass diese höher liegen als das Herz. Möglich ist es auch passend dazu die Füße an den Körper heranzuziehen und wieder auszustrecken.

In Bewegung bleiben!

Liegen die Ursachen der Knöchelschwellungen in mangelnder Bewegung? Dann sollten Sie regelmäßig Spazierengehen oder auch Radfahren. Bereits eine Stunde am Tag kann hier eine deutliche Linderung der Schwellung möglich machen.

Magnesium und Kalium einnehmen!

Die Ursache für die Ansammlung von Wasser kann auch in einem Mangel an Magnesium begründet sein. Essen Sie magnesiumhaltige Lebensmittel wie Mandeln, Cashewkerne, Brokkoli oder dunkle Schokolade ohne Zucker.

Generell kann eine Umstellung der Ernährung mit dem Verzicht auf Natrium und zu viel Salz bei Schwellungen der Knöchel hilfreich sein.

Kommt es zu einem Mangel an Kalium kann dies zu hohem Blutdruck und Wassereinlagerungen führen. Kaliumhaltige Lebensmittel wie Bananen, Süßkartoffeln und weiße Bohnen können den Kaliumspeicher wieder auffüllen und die Schwellungen, die durch Kaliummangel bedingt sind, gehen zurück.

Bei Übergewicht abnehmen!

Aufgrund von Übergewicht kann es zu einer Störung der Durchblutung kommen, die mit Schwellungen der unteren Extremitäten, wie den Knöcheln, einhergehen kann. Die Reduktion von Gewicht kann die Füße entlasten und die Schwellungen in den Knöcheln dauerhaft reduzieren.

Füße massieren!

Eine Massage ist für geschwollene Füße und Knöchelschwellungen eine Wohltat. Mit festen Bewegungen und ordentlich Druck kann eine Massage dabei helfen, dass die Flüssigkeit schneller abtransportiert wird.

Tipp: Nach einem anstrengenden Tag kann eine Massage der Füße auch Knöchelschwellungen vorbeugen.

Fußbad mit kühlendem Bittersalz!

Bittersalz auch Magnesiumsulfat hilft Ihnen nicht nur bei Schmerzen in den Muskeln, es unterstützt Ihren Körper auch dabei Schwellungen zu verringern. Bittersalz soll Toxine aus den Knöcheln ziehen und die Entspannung verbessern.

Wichtiger Hinweis: Sollte die Knöchelschwellung nicht zurückgehen, auch wenn Sie bereits einige Hausmittel ausprobiert haben, dann konsultieren Sie bitte einen Facharzt, um abzuklären, ob es sich um eine harmlose Schwellung handelt oder doch eine ernstzunehmende Erkrankung hinter der Knöchelschwellung steckt.

Sie wollen Knöchelschwellungen effektiv vorbeugen? Ihr Knöchel ist geschwollen und Sie suchen schnelle Hilfe? Mit unseren Hausmitteln sowie Tipps rund um das Thema Knöchelschwellungen wissen Sie, welche Ursachen für einen geschwollenen Knöchel verantwortlich sein können und wie Sie jetzt am besten vorgehen, um schnell wieder fit und schmerzfrei zu sein.

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