Durch die Menopause kommt es unter anderem zu hormonellen Veränderungen. Ein Abfall des Östrogenspiegels kann dabei nicht nur zu Schmerzen in den Gelenken führen, sondern mit starken Hitzewallungen auch einen Mangel an Wasser im Körper begünstigen.

Es wird eine Art Kettenreaktion in Gang gesetzt, denn mit einem geringen Wasseranteil steigt der Harnsäurespiegel an, der wiederrum zu Entzündungen in den Gelenken und damit verbundenen Schmerzen führen kann.

Doch wie lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen? Wir machen Sie nicht nur auf die Ursachen aufmerksam, sondern verraten Ihnen was wirklich bei Beschwerden in den Wechseljahren und bei damit verbundenen Gelenkschmerzen am ganzen Körper hilft!

Tipp 1: Lassen Sie sich nicht mehr so stressen!

Die Wechseljahre sorgen bei Frauen häufig für große Verunsicherung. Nicht nur das sich der Körper verändert, es kommt mit zunehmenden Alter auch zu Muskel- und Gelenkschmerzen sowie anderen Begleiterscheinungen.

Hören Sie bitte auf, sich mit anderen Menschen zu vergleichen und hinterfragen Sie Ihr persönliches Stresslevel. Negativer Stress wird allgemeinhin gern heruntergespielt und die weitreichenden Folgen werden meist erst dann deutlich, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Machen Sie sich folgendes bewusst: Stress ist Gift für Ihre Gelenke!

Setzen Sie Ihren Körper in den Wechseljahren regelmäßig einem hohen Stresslevel aus, kommt es zu einer intensiven Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Das Hormon unterdrückt das Immunsystem, fördert in größeren Mengen entzündliche Prozesse im Körper und kann Gelenkschmerzen begünstigen.

Beobachten Sie sich selbst. Treten spezifische Gelenkschmerzen in Finger, Hand oder Knie häufig dann auf, wenn Sie unter besonders großem Leistungsdruck stehen? Schalten Sie einen Gang runter und sorgen Sie regelmäßig für einen Ausgleich, bevor die Entzündungsprozesse chronisch werden.

Tipp 2: Sanfte, regelmäßige Bewegung bringt Sie ins Gleichgewicht zurück!

Ihre Wechseljahre gehen mit Gelenkschmerzen einher? Versuchen Sie in Bewegung zu bleiben. Dabei sollten Sie jedoch auf Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Pilates setzen, die die Muskulatur stärken und dabei die Gelenke schonen.

Insbesondere dann, wenn Sie von Gelenkschmerzen im Knie geplagt werden, sind sportliche Betätigungen wie Joggen eher ungeeignet.

Prüfen Sie, welche Auswirkungen Ihre Aktivitäten auf Ihre Gelenkbeschwerden haben und probieren Sie neue Bewegungsvarianten aus – wie wäre es einmal mit Rudern, Nordic Walking, Crosstrainer oder Skilanglauf?

Oder was halten Sie von etwas Neuem wie Tai-Chi oder Qi-Gong – Ihrer Probierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt. Trauen Sie sich!

Tipp 3: Wirken Sie Gelenkschmerzen mit der passenden Ernährung natürlich entgegen!

Eine gesunde Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, kann in den Wechseljahren Gelenkbeschwerden reduzieren. Achten Sie darauf, dass Sie insbesondere auf entzündungshemmende Lebensmittel setzen, dazu gehören zum Beispiel:

  • Grünes Blattgemüse wie beispielsweise Spinat
  • Brokkoli
  • Karotte / Möhren
  • Ananas
  • Blaubeeren
  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Schwarzer Pfeffer
  • Zimt
  • Leinsamen und Chia-Samen
  • Wildlachs
  • Hering
  • Öle, die reich an Omega-3 sind darunter Leinöl, Chia-Öl, Hanföl, Walnussöl
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Dunkles Kakaopulver
  • Sojabohnen
  • Linsen
  • Hagebutten und Hagebuttenpulver

Vermeiden sollten Sie hingegen eher folgende Lebensmittel, die Entzündungen befeuern können und eine proinflammatorische Wirkung besitzen:

  • Gesättigte Fettsäuren darunter vor allem künstliche Transfette
  • Butter
  • Margarine mit gehärteten Fetten
  • Öle, die reich an Omega-6-Fettsäuren sind, darunter zum Beispiel Distelöl
  • Tierische Lebensmittel wie Schweinefleisch, Eigelb und Käse
  • Schnell verwertbare Kohlenhydrate wie in Zucker oder Produkten aus Weizenmehl
  • Süßigkeiten
  • Softdrinks / Limonaden
  • Alkohol
  • Hülsenfrüchte mit hohem Anteil an Lektinen wie beispielsweise Feuerbohnen
  • Milchprodukte
  • Fertigprodukte wie Chips, Kartoffelbrei aus der Tüte, Kartoffelpuffer, Kroketten Pommes
  • Schweine- und Gänseschmalz
  • Wurstwaren und Aufschnitt

Gesunder Tipp für Genießer: Trinken Sie regelmäßig eine sogenannte „Goldene Milch“ oder auch „Golden Latte“ bzw. „Kurkuma Latte“ genannt! Die enthält mit dem passenden Rezept nicht nur zahlreiche entzündungshemmende Nährstoffe, sondern schmeckt sowohl an kalten (heiß zubereitet), als auch an heißen Tagen (gut gekühlt). Folgende Zutaten gehören in die indische Variante einer Golden Latte:

  • 1 EL Kurkuma in Pulverform oder frisch geriebene Kurkumawurzel
  • 120 ml reines Wasser
  • Frisch geriebener Ingwer
  • Eine Prise Muskatnuss
  • Eine Prise Zimt
  • Eine Prise frischer schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Kokosöl
  • 350 ml Pflanzenmilch zum Beispiel Mandelmilch oder Hafermilch
  • Agavendicksaft zum Süßen

Die „Goldene Milch“ wirkt stark gegen Entzündungen und kann so Erkrankungen der Gelenke entgegenwirken.

Tipp 4: Nutzen Sie die Kraft natürlicher Heilpflanzen!

Extrakte aus Heilpflanzen, beispielsweise aus Frauenmantel Johanniskraut oder Mönchspfeffer, können Wechseljahresbeschwerden vermindern.

Gleichen Sie den sinkenden Östrogenspiegel natürlich aus, indem Sie auf Pflanzen setzen, die einen hohem Gehalt an Phytoöstrogenen mitbringen, dazu gehören unter anderen Rotklee, Yamswurzel, oder Soja.

Tipp 5: Prüfen Sie die Möglichkeiten der traditionellen, ganzheitlichen Frauenheilkunde!

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beschäftigt sich intensiv auch mit dem Thema Wechseljahre sowie unter anderem mit dem Ausgleich des sinkenden Östrogenspiegels.
Begeben Sie sich beispielsweise in die Hände eines erfahrenen Heilpraktikers, der mit Methoden vertraut ist, wie:

  • Akupunktur (Behandlung spezieller Punkte am Körper mit feinen Nadeln)
  • Moxibustion (Erwärmung besonderer Akupunkturpunkte mit feinen Beifußfasern (Moxa)
  • Schröpfen (Erzeugen von Unterdruck auf bestimmten Arealen der Haut)
  • Akupressur (Ausübung von Druck auf bestimmte, ausgewählte Körperstellen)

Gehen Sie aktiv aber schonend gegen Ihre schmerzenden Gelenke vor. Bleiben Sie dabei offen für neue Erfahrungen und begeben Sie sich auf Entdeckungstour.

Gerade die TCM hat viel zu bieten, um den menschlichen Organismus in den Wechseljahren auf ganz natürliche Art und Weise wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

Tipp 6: Behalten Sie Ihr Gewicht im Blick!

Übergewicht kann in den Wechseljahren die Beschwerden in den Gelenken verstärken. Breits 5 Kilo zu viel Gewicht können zu enormen Gelenkproblemen führen, denn eine dauerhafte Mehrbelastung führt nicht selten zu einem schnelleren Gelenkverschleiß.

Wenn Sie dauerhaft abnehmen wollen, um dieser Ursache der Gelenkschmerzen entgegenzuwirken, sollten Sie auf extreme Crash-Diäten verzichten. Diese haben meist einen Jojo-Effekt zur Folge, der bei erneuter Gewichtszunahme wieder zu einer Gelenküberlastung führen kann.

Setzen Sie besser auf eine dauerhafte Nahrungsumstellung und nutzen Sie dazu die bereits beschriebenen Lebensmittel, die Entzündungen hemmen können.

Genießen Sie auch Ihre Wechseljahre frei von Gelenkschmerzen und nehmen Sie sich unsere Tipps zu Herzen. Kein Arzt oder Therapeut trägt die Verantwortung, Sie allein können bereits sehr viel dazu beitragen, dass Ihr eigenes Wohlbefinden steigt und schmerzende Gelenke eher selten sind.

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