Arthrose wird durch eine zunehmende Abnutzung an den Gelenken hervorgerufen und kann mit steigendem Lebensalter zu Problemen beispielsweise in Schultern, Händen sowie Füßen aber auch in Knie- und Hüftgelenken führen.

Woran Sie Arthrose erkennen, welche Symptome und Beschwerden sie verursacht, aber insbesondere wie Sie Arthrose vorbeugen und diese auch bekämpfen können, erfahren Sie in unserem aktuellen Artikel.

Lesen Sie mehr über Methoden zur Behandlung von Arthrose sowie natürliche Arthrose Hausmittel, die ganz sanft gegen die Schmerzen wirken können.

Arthrose erkennen – typische Symptome und Beschwerden

Arthrose kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Die folgenden Probleme können auf eine Arthrose hindeuten:

  • Schmerzen in den Gelenken und eine abnehmende Beweglichkeit
  • Sogenannte „Anlaufschmerzen“ z. B. morgens nach dem Aufstehen, die mit zunehmender Bewegung zunächst wieder verschwinden
  • zunehmende Schmerzen bei Beanspruchung der Gelenke – „Ermüdungsschmerzen“
  • eingeschränkte Gelenkbewegungen
  • Knirschen der Gelenke
  • Gefühl von Hitze bei Belastung der Gelenke
  • Verstärkung der Beschwerden bei Feuchtigkeit, Kälte oder Wetterumschwüngen
  • Gefühl der Schwellung, ohne sichtbare Schwellungen der Gelenke

Bei der Arthrose lassen sich 3 Arten von Schmerzen unterscheiden:

Anlauf- und Startschmerzen: Hier kommt es aufgrund von unzureichend geschmierten Gelenken oder einem fortschreitenden Abbau zu einem Aufeinanderreiben der Knorpel. Dadurch entsteht insbesondere morgens nach dem Aufstehen ein anfänglicher Bewegungsschmerz. Dieser lässt jedoch häufig mit zunehmender Bewegung nach.

Ermüdungs- bzw. Belastungsschmerzen können auf eine fortgeschrittene Veränderung der Knorpelschicht hindeuten. Schmerzen in den Gelenken entstehen durch eine Störung im Reibungsverhalten der Gelenkflächen. Bei starker Arthrose wird der Schmerz unter Belastung nach und nach immer größer.

Ruheschmerzen können auf Entzündungsprozesse im Gelenk hinweisen, mit denen der Körper die zerstörten Gewebsteile des Gelenks abbaut. Problematisch dabei ist, dass durch den Entzündungsvorgang freigesetzte Enzyme den bereits geschädigten Knorpel zusätzlich belasten. Bei derartigen entzündlichen Prozessen wird auch von einer „aktiven Arthrose“ gesprochen.

Arthrose vorbeugen – wertvolle Tipps für jedes Alter

Übergewicht reduzieren: In jedem Alter sollten zur Vorbeugung von Arthrose auf Ihr Körpergewicht achten! Denn Übergewicht belastet die Gelenke und kann zu einem frühzeitigen Verschleiß führen. Jedes Kilo weniger, kann somit Arthrose vorbeugen.

Regelmäßige Bewegung: Eine moderate und regelmäßige Bewegung ist eine Wohltat für Ihre Gelenke, denn nur so werden die Knorpel optimal mit allen wertvollen Nährstoffen versorgt.

Dabei sollten Sie aber immer darauf achten, dass es sich um keine extreme oder einseitige Belastung handelt. Durch Extremsport kann es zu einer Verletzung der Gelenke kommen, die später besonders anfällig für Arthrose sind.

Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde und abwechslungsreiche Nahrungsaufnahme spielt bei der Vorbeugung von Arthrose eine große Rolle.

Neben einer calciumreichen Ernährung mit mageren und fettarmen Milchprodukten helfen auch ungesättigte Fette wie zum Beispiel aus Olivenöl, belaststoffreiche Nahrung sowie Kaltwasserfische auf dem Speiseplan eine Arthrose vorzubeugen.

Wertvolle pflanzliche Inhaltsstoffe aus Zwiebeln, Lauchgemüse und Knoblauch haben eine schützende Wirkung auf die Gelenke. Ingwer oder auch Kurkuma können entzündlichen Prozessen in den Gelenken vorbeugen.

Arthrose bekämpfen – die wichtigsten Hausmittel im Überblick

Wurde bereits eine Arthrose (z.B Hüftgelenksarthrose) diagnostiziert, können sanfte pflanzliche Arznei- oder Naturheilmittel, so genannte entzündungshemmende Phytopharmaka helfen. Insbesondere im Anfangsstadium einer Arthrose lassen sich Hausmittel therapiebegleitend einsetzen. Um Arthrose zu bekämpfen, haben sich folgende Hausmittel bewährt:

Weidenrinde (lat. Bezeichung: Salicis Cortex): Die natürliche Wirkweise von Weidenrinde ähnelt der von chemisch hergestellten Aspirin. Studien belegen die Linderung von Arthrose Schmerzen durch die Einnahme von Weidenrindenextrakt u. a. in Form von Dragees.

Brennnessel (lat. Bezeichung: Urticae Folium/Herba): In Studien wurde eine entzündungshemmende Wirkung von Extrakten aus Brennnessel nachgewiesen. Die genaue Wirkweise ist dabei noch unklar, jedoch berichten Arthrose-Patienten von einer verbesserten Beweglichkeit und Linderung der Schmerzen durch eine Einnahme von Brennnesseltee bzw. -dragees.

Teufelskralle (lat. Bezeichung Harpagophyti Radix): Auch die Wurzel der in Afrika beheimateten Teufelskralle soll eine positive Wirkung bei Arthrose Schmerzen besitzen. Patienten berichten hier von einer Abnahme des Anlaufschmerzes sowie einer Reduktion von herkömmlichen synthetischen Schmerzmitteln.

Pappelblätter, Eschen- und pappelrinde, Goldrutenkraut: Auf dem Markt erhältlich sind auch eine Reihe von Kombipräparaten aus Pappelblättern, Pappel- und Eschenrinde und Goldrutenkraut, die alten medizinischen Überlieferungen zufolge ebenfalls Gelenkschmerzen bei Arthrose bekämpfen sollen.

Arnika: Arnika kann in Gel-Form für die äußerliche Anwendung bei Gelenkschmerzen zum Einsatz kommen. Bei regelmäßiger Anwendung kann es hier zu einer Reduktion von Schmerzen aber auch der Steifheit der Gelenke kommen.

Vorsicht jedoch bei empfindlicher Haut, da Arnika zu Hautirritationen und -reizungen führen kann. Empfehlenswert ist dann eine kurmäßige Anwendung von maximal 3 Wochen.

CBD Öl: Neuste Studien beschäftigen sich mit der Wirkung von Cannabidiol (CBD) aus der Hanfpflanze bei Arthrose. CBD Öl wird hier innerlich zur Therapie entzündlicher Gelenke genutzt werden und besitzt einen positiven Einfluss auf Entzündungen und Schmerzen.

CBD wirkt ganz natürlich und besitzt keine berauschende Wirkung (anders als das verwandte THC). Es kann auch über einen längeren Zeitraum ohne Nebenwirkungen eingenommen werden. Anders als viele synthetische Schmerzmittel erzeugt CBD Öl darüber hinaus auch keine Abhängigkeit.
Arthrose Patienten berichten unter der Einnahme von CBD Öl von einer Verringerung der Entzündungen und Schmerzen sowie von einer Verbesserung der Mobilität.

Arthrose Behandlung – diese Mittel kommen zum Einsatz

Um eine Arthrose zu behandeln, kommen in der modernen Medizin ganz verschiedene Mittel zum Einsatz, darunter die physikalische Therapie aber auch eine medikamentöse Behandlung.

Wichtiger Bestandteil einer physikalischen Arthrose Therapie können neben Krankengymnastik auch eine Kühlung der betroffenen und entzündeten Gelenke oder Anwendungen von Wärme in chronischen Krankheitsphasen sein.

Bitte lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten und eine passende Therapie unter fachkundiger Anleitung verordnen.

Zu den gängigsten Medikamenten bei akuten Gelenkproblemen gehören Schmerzmittel, die gleichzeitig gegen Entzündungen in den Gelenken wirken. Diese werden auch als nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet und kommen u. a. durch Arzneimittel mit den Wirkstoffen Diclofenac oder Ibuprofen, in der Praxis zum Einsatz.

Bitte beachten Sie: Eine langfristige Einnahme der Medikamente kann jedoch zu Nebenwirkungen an Magen und Nieren führen.

Akute entzündliche Arthrose wird häufig auch mit kortisonhaltigen Präparaten behandelt, die dann direkt in die schmerzenden Gelenke injiziert werden können. Damit werden sowohl Schwellungen als auch Schmerzen und Entzündungen schnell entgegengewirkt.

Arthrose vorbeugen und gezielt bekämpfen! In diesem Beitrag haben wir für Sie nicht nur die wichtigsten Symptome zur Früherkennung von Arthrose zusammengefasst, sondern Ihnen eine Reihe wertvolle Tipps bereitgestellt, mit denen Sie Arthrose vorbeugen und bekämpfen.

Zur Schmerzlinderung und Hemmung von Entzündungen können Sie die benannten Arthrose Hausmittel sowie Methoden zur Arthrose Behandlung gezielt nutzen, um Ihre Arthrose wirkungsvoll zu behandeln. Für ein mobiles Leben im Gleichgewicht!

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