Gelenkschmerzen können ganz verschiedene Ursachen haben und beispielsweise durch chronische rheumatische Beschwerden sowie durch akut entzündliche Gelenkprozesse hervorgerufen werden. Sie schränken die Lebensqualität der Betroffenen oft stark ein. Jetzt ist eine effektive Hilfe gefragt. Die folgenden 6 Hausmittel gegen Gelenkschmerzen helfen Ihnen schnell und wirksam. Die meisten sind vollkommen natürlich, preisgünstig und wirkungsvoll – probieren Sie es einfach einmal aus – und machen Sie Ihren Gelenkproblemen den Gar aus.

1. Mit Wärme oder Kälte gezielt gegen Gelenkschmerzen vorgehen

Viele Menschen denken noch immer, dass bei Gelenkschmerzen grundsätzlich Wärme das geeignete Mittel gegen die Schmerzen ist. Jedoch ist es entscheidend, welche Form von Gelenkschmerzen vorliegt. Eine Wärmetherapie, beispielsweise mit einem Moorkissen, eignet sich bei rheumatischen Beschwerden. Hingegen ist bei akut entzündlichen Gelenkprozessen eher eine Kälteanwendung empfehlenswert.

Sie sind sich unsicher, ob Wärme oder besser doch Kälte bei Ihren Schmerzen in den Gelenken hilfreich ist? Hören Sie am besten auf Ihr Körpergefühl. Wenn Sie beispielsweise mit Wärme gegen Ihre Gelenkschmerzen vorgehen, werden Sie sehr schnell bemerken, ob diese Ihren Gelenken gut tut, oder ob sich das Gefühl einer Verschlechterung einstellt. Dann kann es sinnvoll sein, eine Kältetherapie auszuprobieren. Sprechen Sie für die geeignete Anwendung von Wärme oder Kälte auch gern mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. mit dem Therapeuten Ihres Vertrauens.

Je nach individuellem Krankheitsbild können Sie hier wertvolle Hinweise zur passenden Therapie zu Hause erhalten.

2. Senfwickel bei akuten Gelenkproblemen

Bei Senfmehl oder Senfpulver handelt es sich um einen Rohstoff zur Herstellung von Senf. Er wird aus den Samen des Weißen, Schwarzen oder Braunen Senfs gewonnen. Senfmehl gilt als uraltes Naturhausmittel und kann bei Gelenkschmerzen ganz einfach als Senfwickel genutzt werden.

Senfwickel lindern die Schmerzen, hemmen Entzündungsprozesse und ermöglichen eine wohltuende, wärmende Entspannung. Dazu einfach 5 Esslöffel Senfmehl mit lauwarmen Wasser zu einem Brei anrühren, diesen auf einem Tuch verteilen und direkt auf das betroffene Gelenk legen. Der Wickel sollte mindestens 10 Minuten einwirken. Tipp: Senfmehl auch Semen Sinapis Pulver erhalten Sie in Ihrer Apotheke vor Ort oder besonders kostengünstig auch in Onlineshops sowie Onlineapotheken.

Senfmehl ist ein vielseitiger Haushaltshelfer. Wenn Sie es vorrätig zu Hause haben, können Sie damit nicht nur schnell natürliche Senfwickel gegen Gelenkschmerzen herstellen, dass Mehl eignet sich auch ideal für die Zubereitung köstlicher Marinaden, Saucen, Suppen oder Salate.

3. Pfefferminzöl gegen Gelenkschmerzen

Die Pfefferminze ist vielen als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Sie gehört zur allgemeinen Gattungsart der Minzen. Anders als die meisten Minze-Arten besitzt die Pfefferminze einen hohen Gehalt an Menthol jedoch einen niedrigen Anteil an Carvon sowie einen schärferen Geschmack.

Die natürliche Gewinnung von Pfefferminzöl erfolgt durch eine schonende Wasserdampfdestillation aus der Pfefferminze Pflanze (z. B. Mentha piperita, Lamiaceae).

Pfefferminzöl wird seit vielen Jahren in der Kosmetikbranche und in der Pharmazie als ätherisches Öl angewendet. Es ist besonders reich an Menthol sowie Menthylacetat, Neomenthol und Isomenthol.

Pfefferminzöl ist ein beliebtes und kostengünstiges Hausmittel bei Schmerzen in den Gelenken. Das enthaltende Menthol beeinflusst durch direkte Massage der betroffenen Gelenke die Kälterezeptoren der Haut. Es kommt zu einer Kühlung und Linderung des Schmerzes. Pfefferminzöl wirkt so ganz natürlich und kann auch regelmäßig zu Anwendung kommen.

4. Rosmarinöl zur Durchblutungsförderung

Rosmarin wurde als Heilpflanze bereits im 1. Jahrhundert vom griechischen Arzt Dioskurides sowie vom römischen Gelehrten Plinius schriftlich erwähnt. Im Mittelalter wurde Rosmarin vielfältig bei Zahnschmerzen, Ermüdung, Husten aber auch bei allerlei Schmerzen verwendet.

Rosmarinöl wird aus der Rosmarinpflanze gewonnen, die nicht nur als Gewürz- sondern auch als Heilpflanze bekannt ist.

Das Europäische Arzneibuch führt Rosmarin als Heilpflanze mit antimikrobiellen und durchblutungsfördernden Fähigkeiten. Rosmarinöl besitzt entzündungsreduzierende, schmerzstillende und durchblutungsfördernde Eigenschaften, die bei Gelenkschmerzen schonend und natürlich zum Einsatz kommen können. Es entsteht eine leichte Reizung der Haut, die die Durchblutung anregt und die wirksam bei Rheuma und Gelenkschmerzen sein kann.

Anwendung: Einfach das betroffene Gelenk mit dem Rosmarinöl einmassieren und die wohltuenden Effekte kennenlernen.

5. CBD Öl gegen Gelenkschmerzen

Für CBD Öl wird aus den Blüten und Blättern der Cannabispflanze ein öliger Auszug gewonnen, der viel natürliches Cannabidiol (CBD) enthält.

Je nach Hanf- und Herstellungsart ist das CBD Öl in unterschiedlichen Konzentrationen auf dem Markt erhältlich.

Alle Öle, die es in Deutschland frei käuflich gibt, verfügen über einen hohen Anteil an Cannabidiol, allerdings nur kleinste Anteile an THC. THC ist ebenfalls ein Cannabinoid der Hanfpflanze, das jedoch eine psychokative Wirkung besitzt und in Deutschland den Regeln des Betäubungsmittelgesetzes unterliegt.

Bei CBD Öl hingegen handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, dass Sie regelmäßig einnehmen können, ohne dass es zu einer Bewusstseinsveränderung kommt. Es wird vielseitig bei Krankheiten und Schmerzen als natürliches Hilfsmittel genutzt.

CBD Öl ist der Geheimtipp bei Gelenkschmerzen und kann oral eingenommen entzündungshemmende, schmerzlindernde und antioxidative Eigenschaften entfalten. Es besitzt keine berauschende Wirkung und ist ohne Beschränkung auf dem Markt erhältlich.

CBD Öl kann sowohl bei akuten, als auch bei chronischen Gelenkschmerzen als ganz natürliches Hausmittel verwendet werden. Viele Betroffene berichten bereits nach einer 2-4 wöchigen Einnahme von CBD Öl von einer deutlichen Verbesserung der Symptome der Gelenkschmerzen.

6. Kurkuma bei chronischen Gelenkschmerzen

Kurkuma (Curcuma longa, Gelber Ingwer oder Safranwurz, Gelbwurz) gehört zur Gattung der Ingwerpflanzen, stammt ursprünglich aus dem Raum Südasien, wird in den Tropen kultiviert und kann viel mehr, als Speisen eine exotische Geschmacksnote zu verleihen. Kurkuma besitzt rund 90 natürliche Inhaltsstoffe. Neben ätherischen Ölen und Carotinoiden, enthält Kurkuma auch Cineol, das antiseptisch und durchblutungsfördert wirkt. Zusätzlich ist beispielsweise das natürliche Schmerzmittel COX-2 enthalten sowie die so genannten Kurkuminoide, die entzündungshemmend aktiv werden können. Das natürliche Curcumin kann folglich ein entzündungs- und schmerzreduzierendes Potential besitzen. Curcumin wurde bereits in diversen Studien zum Beispiel u. a. bei Patienten mit Knie-Arthrose untersucht. Kurkuma kann als Pulver pur in Speisen oder beispielsweise als „Goldene Milch“ (in einer Rezeptur aus Kurkuma, Wasser, Ingwer, Muskatnuss, Kokosöl, Mandelmilch, Pfeffer, Zimt) oder hochdosiert in Form von Kurkuma-Kapseln gegen Gelenkschmerzen eingenommen werden. Da Curcumin aus Kurkuma oral eingenommen keine hohe Bioverfügbarkeit besitzt, ist es sinnvoll das Pulver z. B. in „Goldener Milch“ mit schwarzen Pfeffer (enthält Piperin) zu kombinieren. Curcumin Kapseln werden häufig mit den passenden Wirkstoffen angeboten, die die orale Verfügbarkeit verbessern. Neue Produkte bieten Curcumin in spezieller Mizellen Formulierung an. Dadurch wird eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit erreicht und das Kurkuma kann vom Körper in größeren Mengen aufgenommen werden.

Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.