Stress, Sorgen und Nöte nehmen uns oft die Gelassenheit im Alltag. Dadurch kann es zu einer physischen und psychischen Überforderung kommen, die letztendlich bei immer mehr Menschen in einem Burnout endet.

Wenn ein passender Ausgleich fehlt, sorgt das nicht nur für schlechte Laune, sondern macht langfristig krank. Lassen Sie es am besten gar nicht erst so weit kommen.

War Ihnen bislang bewusst, dass sich bis zu einem gewissen Grad Gelassenheit lernen lässt und selbst sehr angespannte Menschen dadurch wieder zurück in Ihr natürliches Gleichgewicht finden können? Wir verraten Ihnen, wie Ihnen das bereits mit kleinen Änderungen in Ihrem Alltag gelingt.

1. Prüfen Sie Ihren Terminkalender

In Ihrem Leben jagt ein Termin den nächsten, Ihr letzter Urlaub liegt schon länger zurück und einem Hobby gehen Sie aus Zeitgründen generell nicht mehr nach?

Dann wird es höchste Zeit, dass Sie einen genaueren Blick in Ihren Terminkalender werfen. Was genau sorgt dafür, dass Sie so wenig Zeit haben? Sind in Ihrer Planung nicht nur berufliche Termine, sondern auch Auszeiten für Freizeitaktivitäten enthalten? Blocken Sie sich darin gezielt Freiräume, die Ihrer Familie oder Ihren Freunden gehören?

Gelassenheit im Alltag steht und fällt mit einer guten Terminplanung. Dazu gehört es auch, dass nicht nur berufliche Termine erfasst werden, sondern auch Aktivitäten, die dafür sorgen, dass Sie in Balance bleiben und regelmäßig den Kopf freibekommen.

2. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Pausen

Um Gelassenheit lernen zu können, sollten Sie darauf achten, dass zwischen Ihren Terminen immer genügend Luft bleibt und sich diese nicht überschneiden.

Nur so haben Sie die Möglichkeit, zum Beispiel eine gesunde Mittagspause umzusetzen oder zwischen zwei Terminen einfach mal tief durchzuatmen.

Pflegen Sie Pausen ebenso wie Termine. Denn nur so gelingt es Ihnen, langfristig in ein Gleichgewicht zu kommen, dass es Ihnen nach einer Erholungsphase wieder erlaubt, mit frischen Ideen ans Werk zu gehen.

3. Erlernen Sie Entspannungstechniken

Wenn Sie ständig unter Strom stehen, macht sich dies möglicherweise irgendwann auch körperlich durch Kopfschmerzen, Verspannungen, Bluthochdruck und viele weitere Faktoren bemerkbar.

Progressive Muskelentspannung, Meditation, autogenes Training aber auch Atemübungen, Massagen oder Wellness können eine bewusste Entspannung herbeiführen und dabei helfen, Stress abzubauen.

Wichtig ist es, dass Sie die Entspannungstechnik erlernen, die zu Ihrem Lebensstil passt und diese jederzeit ohne großen Aufwand, beispielsweise zu Hause, durchführen können.

Um sich mit den einzelnen Techniken vertraut zu machen, gibt es zahlreiche Angebote, die Sie sicher auch in Ihrer Stadt ausprobieren können.

4. Schlafen Sie ausreichend

Nur wenn Sie ausreichend geschlafen haben, können Sie gut in den neuen Tag starten und sich allen Herausforderungen stellen. Im Schlaf hat unser Körper die Möglichkeit, sich zu regenerieren und den Stress des Vortages abzubauen.

Schlafen Sie hingegen zu wenig, steht der Körper bereits in den Morgenstunden unter Strom und der Stresslevel nimmt im Tagesverlauf zu. Müdigkeit und ein Gefühl von Ausgebranntsein können daraus resultieren.

Achten Sie aus diesem Grund auf einen gesunden Schlafrhythmus und vermeiden Sie es, vor dem Schlafengehen elektronische Geräte wie den Fernseher oder Ihr Smartphone zu nutzen, um besser ein- und durchschlafen zu können.

5. Sorgen Sie für Bewegung

Generieren Sie mehr Gelassenheit im Alltag, indem Sie Ihrem Körper die nötige Bewegung gönnen. Neben sportlichen Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen oder Joggen können hier auch ausgedehnte Spaziergänge eine Möglichkeit sein, um für Abwechslung zu sorgen.

Auch kleine sportliche Übungen, die Sie direkt in Ihren Arbeitsalltag einbauen, sorgen bereits mit wenigen Minuten am Tag dafür, dass keine Verspannungen oder Rückenschmerzen entstehen und Sie somit deutlich gelassener den Tag bewältigen können. Im Video 7 Übungen am Schreibtisch finden Sie die passenden Anregungen dafür.

6. Genießen Sie Ihre Mahlzeiten

Wir neigen dazu, unter Stress unsere Mahlzeiten hinunterzuschlingen, um Zeit zu sparen und den nächsten Termin rechtzeitig einzuhalten. Dabei ist es nicht nur entscheidend, was bei Ihnen auf den Teller kommt, sondern auch, wie gut wir unsere Lebensmittel kauen.

Besonders fettige und süße Nahrungsmittel lassen sich schlecht verdauen und können nach einem hektischen Essen schnell auch zu Magenbeschwerden und Sodbrennen führen. Gelassenheit lernen bedeutet hier sich bewusst Zeit zu nehmen und jede Ihrer Mahlzeiten zu genießen und vor allem ordentlich durchzukauen.

7. Belohnen Sie sich selbst

Gerade dieser Punkt fällt vielen von uns besonders schwer, denn wir neigen dazu uns nur dann zu belohnen, wenn wir etwas Außergewöhnliches geleistet haben. Leider sind dabei unsere Ziele oft derart hoch gesteckt, dass wir kaum Ereignisse finden, die eine Selbstbelohnung rechtfertigen.

Hier ist ein klares Umdenken gefragt. Belohnen Sie sich selbst auch für kleine Erfolge oder einfach nur nach getaner Arbeit mit etwas, was Sie gerne tun und was Sie glücklich macht. Das kann ein gutes Buch oder ein Glas Rotwein mit Freunden ebenso sein wie eine sportliche Aktivität oder ein Kinobesuch.

8. Verbringen Sie Zeit mit positiven Menschen

Oft umgeben wir uns mit Menschen, die uns unsere Energie rauben und die trotz ausreichendem Schlaf und einen guten Start in den Tag dafür sorgen, dass wir uns schlecht fühlen.

Bei derartigen Energieräubern hilft es nur, gemeinsame Zeiten so kurz wie möglich zu halten oder diesen gänzlich aus dem Weg zu gehen. Verbringen Sie stattdessen Ihre Zeit lieber mit positiven Menschen, die Ihnen dabei helfen, Gelassenheit im Alltag zu leben und gemeinsam gestärkt Herausforderungen anzugehen.

Hören Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl, das Ihnen untrügerisch mitteilt, ob Ihnen Ihr Umfeld tatsächlich gut tut und lernen Sie in diesem Zusammenhang auch einmal „Nein“ zu sagen.

9. Gehen Sie in die Natur

Spazieren Sie bewusst durch den Wald oder lauschen sie dem Zwitschern der Vögel auf Ihrer Terrasse. Atmen Sie die saubere Morgenluft ein oder genießen Sie die warmen Sonnenstrahlen.

Ganz gleich, wie Sie Ihre Zeit in der Natur auch verbringen, Sie werden automatisch spüren, wie aufgrund von Ruhe und ausreichend Sauerstoff sowie Bewegung Ihr Stresslevel abgebaut wird und Sie Entspannung verspüren.

Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Zeit in der Natur zu verbringen und erfahren Sie selbst, wie Sie dabei ganz spielerisch Gelassenheit lernen können.

10. Lassen Sie los

Klammern Sie sich nicht länger an negative Erinnerungen aus der Vergangenheit oder schlechte Gewohnheiten, die Sie runterziehen. Vermeiden Sie das Aufstauen von Emotionen, die bei Ihnen zur Überforderung oder Überlastung führen.

Denken Sie um und lassen Sie los. Viele Probleme erscheinen uns übermächtig, obwohl sie
es bei näherer Betrachtung oder mit einem gewissen zeitlichen Abstand gar nicht sind.

Mit Leichtigkeit durchs Leben: So können Sie Gelassenheit lernen!

In unseren 10 Tipps haben wir Ihnen gezeigt, dass Gelassenheit im Alltag gar nicht so schwer ist und am besten gelingt, wenn Sie regelmäßige Pausen einplanen und sich auch Zeit für Ihre Mahlzeiten lassen, Entspannungstechniken erlernen, für Bewegung sorgen aber auch einfach einmal die Natur genießen.

Besonders entscheidend ist es, dass Sie Aspekte, die Ihr Leben aus dem Gleichgewicht bringen, erkennen und gezielt loslassen. Das kleine Wörtchen Nein ist dabei ein kleiner, aber wertvoller Schritt zu mehr Gelassenheit.

Jetzt kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.