Ein schönes Hautbild kann über die konsequente Pflege mit den passenden Substanzen erzielt werden. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die verwendeten Cremes nicht nur auf den Hauttyp abgestimmt, sondern natürliche Inhaltsstoffe mitbringen und frei von Schadstoffen sind. Aus diesem Grund schätzen immer mehr Menschen Naturkosmetik.

In diesem Zusammenhang wollen wir erst einmal beantworten: Was ist Naturkosmetik? Dabei handelt es sich um Pflegeprodukte, die aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. Allerdings ist der Begriff der Naturkosmetik nicht geschützt. Aus diesem Grund sollten Sie beim Kauf auf entsprechende Zertifizierungen achten.

Wir gehen in unserem Blogbeitrag der Frage auf den Grund, warum Naturkosmetik besser ist, was zertifizierte Naturkosmetik bedeutet und welche Möglichkeiten Sie haben, um Naturkosmetik selber machen zu können.

1. Naturkosmetik verzichtet auf synthetische Substanzen

Die Auflistung an synthetischen Inhaltsstoffen in handelsüblicher Kosmetik ist lang. Oft finden sich in den Produkten Paraffine, Parabene, Mikroplastik und Silikone.

Diese Substanzen sollen kosmetische Effekte erzielen, sie können aber auf lange Sicht sowohl die natürliche Schutzbarriere unserer Haut schwächen, unsere Gesundheit und die unserer Organe durch Ablagerungen im Körper generell gefährden, als auch weitreichende Folgen für die Umwelt haben.

Denn viele dieser künstlich hergestellten Mittel gelangen aufgrund unserer Pflegeroutinen in den Wasserkreislauf und damit auch in unsere Böden sowie in unser Trinkwasser.

Der Verzicht auf toxische, synthetische Inhaltsstoffe wie Paraffine und Mikroplastik ist ein Hauptargument, warum Naturkosmetik besser ist. Damit können Sie sicher sein, dass keine synthetischen Zusatzstoffe enthalten sind und die Schutzfunktion Ihrer Haut nicht geschwächt wird.

Vielmehr integrieren sich feinste Moleküle der Naturkosmetika besser in die Hautoberfläche und können somit auch optimal aufgenommen werden. Natürlich enthaltene Vitamine, Mineralien und Antioxidantien lassen das Hautbild erstrahlen und beugen ersten Alterserscheinungen wie feinen Linien und Fältchen vor.

2. Natürliche Pflegeprodukte sind frei von künstlichen Konservierungsmitteln

Naturkosmetik Produkte verzichten bewusst auf synthetische Konservierungsstoffe, um Produkte haltbarer zu machen oder vor Keimbefall zu schützen.

Ein weiterer wertvoller Punkt, warum Naturkosmetik besser ist, denn zugesetzte Stoffe wie Formaldehyd, Benzylalkohol, Chlorobutanol oder Zinkpyrithion werden über die Haut absorbiert und verteilen sich so im gesamten Organismus. So können Sie sogar ähnlich wie Hormone im Körper wirken und unseren Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen.

Um natürliche Kosmetika haltbarer zu machen, können pflanzliche Mittel wie eine Reihe ätherischer Öle oder Bio-Alkohol genutzt werden. Sie sorgen aber auch für eine Verminderung von Verunreinigungen, indem Sie natürliche Cremes nie mit den Fingern aus dem Gefäß entnehmen, sondern zum Beispiel einen sauberen Spatel verwenden oder auf Pumpspender und Pipetten setzen.

Verbunden mit der richtigen Lagerung (dunkel, kühl, trocken) und Anwendung bleibt die Kosmetik auch ohne zusätzliche Konservierung lange haltbar.

3. Kontrollierte Naturkosmetik lässt sich anhand der Zertifizierung erkennen

Was bedeutet zertifizierte Naturkosmetik eigentlich und woran können Sie diese erkennen? Inhaltsstoffe, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, werden ohne die Anwendung von synthetischen Pestiziden oder mineralischen Düngemitteln angebaut.

Dieser Fakt überzeugt nicht nur in Sachen Hautgesundheit, sondern belastet auch die Umwelt weniger. Als bio-zertifiziert gelten Naturkosmetik Produkte, wenn mindestens 95 % der enthaltenen Stoffe aus biologischem Anbau oder Wildsammlung stammen.

Echte Naturkosmetika erkennen Sie somit zum einen konkret anhand der Inhaltsstoffe und möglicher Anbaugebiete. Zum anderen können unterschiedliche Zertifizierungen Ihnen Aufschluss über die enthaltenen Stoffe geben.

Zu den vertrauenswürdigen Siegeln gehören unter anderem beispielsweise Natrue-Label, Cosmos, Ecocert, BDIH, Demeter und Naturland.

Für die Nutzung des Natrue Siegels gibt es zum Beispiel diverse Abstufungen, darunter muss Naturkosmetika mindestens 70 Prozent natürliche Bio-Rohstoffe enthalten, Biokosmetik mindestens 95 Prozent.

Für das BDIH-Siegel, das weit verbreitet ist bei Produkten in Drogeriemärkten, müssen die Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Nicht nur für das betreffende Kosmetikprodukt, sondern auch für 60 Prozent aller Kosmetika einer Unternehmensmarke.

4: Natürliche Cremes können Sie leicht selbst herstellen

Natürliche Kosmetika lässt sich ganz einfach selbst zu Hause herstellen. Alles, was Sie dafür benötigen, ist Zeit, ein wenig Hingabe, hochwertige Rohstoffe und die passenden Rezepte, die Ihnen Aufschluss darüber geben, wie Sie Naturkosmetik selber machen können.

Als natürliche Konservierungsmittel können unter anderem Bio-Alkohol und ätherische Öle wie beispielsweise Rosmarin, Thymian und Nelken verwendet werden, die Pilze, Bakterien und Viren in selbst hergestellter Kosmetik verhindern. Nur bei sehr empfindlicher Haut sollten Sie auf Alkohol verzichten, da dieser die Haut unter Umständen zu sehr austrocknen kann.

Probieren Sie es selbst aus und verbessern Sie nach und nach Ihre Rezepturen. So können Sie nicht nur direkt auf ihr Hautbild abgestimmte Cremes und Tinkturen mixen, sondern sparen auch Geld und schonen ganz nebenbei die Umwelt.

Wie wird Naturkosmetik hergestellt? Die folgenden Rezepte geben die passenden Antworten.

Naturkosmetik Rezept 1: Tiefenreinigende Maske

Für dieses Rezept benötigen Sie Naturmoor, das Sie bereits als gebrauchsfertiges Moorbad erhalten, kombinieren Sie drei große Esslöffel davon mit einem Teelöffel Salz sowie, je nach Ihrer Hautbeschaffenheit, mit einem ätherischen Öl Ihrer Wahl.

Ideal geeignet sind unter anderem Jojobaöl, Olivenöl oder Kokosöl. Vermischen Sie alles gut miteinander und tragen Sie die Maske großzügig auf das Gesicht auf. Nach rund 20 Minuten können Sie die Maske in kreisenden Bewegungen mit warmem Wasser abwaschen.

Naturkosmetik Rezept 2: Nährende Hautcreme

Die Zutatenliste für diese Rezeptur umfasst 100 g Kokosfett, 25 g Karotten, 25 g Apfel und 4 getrocknete Rosenköpfe. Raspeln Sie die Möhre und Apfel klein und erhitzen Sie das Kokosfett in einem geeigneten Topf. Zerkleinern Sie die Rosenknospen und vermischen Sie diese mit Ihren Raspeln. Vermengen Sie alles mit dem Kokosfett und kochen Sie die Masse für rund eine halbe Stunde auf. Lassen Sie die Mischung leicht abkühlen und seihen Sie diese durch ein Sieb ab. Anschließend können Sie die so gewonnene Creme in einen geeigneten Tiegel abfüllen.

Fazit: So integrieren Sie Naturkosmetik in Ihre Pflegeroutine!

Was ist Naturkosmetik, was bedeutet zertifizierte Naturkosmetik und wie wird Naturkosmetik hergestellt? Nach dem Lesen unseres Beitrags kennen Sie die Antworten und haben eine Reihe von weiteren Vorteilen parat, die für die Anwendung von Naturkosmetik sprechen.

Pflegen Sie sich natürlich schön! Bereits mit einfachen Rezepten können Sie Naturkosmetik selber machen und dabei kontrolliert genau die Inhaltsstoffe verarbeiten, die Sie gern in Ihren Cremes oder Salben nutzen möchten.

So können Sie mit ruhigem Gewissen Ihre Haut pflegen und sich dabei sicher sein, dass es sich nur um natürliche Pflegesubstanzen handelt.

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