Sie leiden unter chronischem Anlaufschmerz mit Einschränkungen in der Beweglichkeit oder unter akuten Schmerzen in der Hüfte? Für die Beschwerden kann es unterschiedliche Ursachen geben und sowohl das Hüftgelenk selbst, als auch die umliegende Muskulatur sowie Sehnen, Weichteile oder Nervenbahnen können davon betroffen sein. Jetzt ist es an der Zeit aktiv zu werden. Was kann man gegen Schmerzen in der Hüfte tun?

Hüftschmerzen (Koxalgie) tauchen oft nicht nur direkt in der Hüfte, sondern auch in den Leisten oder zwischen Oberschenkel sowie Unterbauch auf. Betroffen vom Schmerz können aber auch der Bereich der Lendenwirbelsäule, die Beine oder Organe sein.

Wir haben Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Fakten zu Hüftschmerzen zusammengetragen und geben Ihnen praxisnahe Antworten auf Fragen wie: Wo sitzt der Schmerz bei Hüftarthrose? und Welcher Sport ist gut bei Hüftschmerzen? Außerdem verraten wir Ihnen, welche Übungen für zu Hause besonders effektiv sind, damit Sie Ihre Beschwerden erfolgreich lindern können.

Wodurch werden Hüftschmerzen ausgelöst?

Beschwerden in den Hüften können sowohl außen, einseitig oder aber auch beidseitig auftreten. Manche Patienten leiden besonders darunter, wenn sie zur Ruhe kommen, liegen oder sitzen.

Ausgelöst werden diese Symptome unter anderem durch bakterielle Infektionen, Entzündungen wie Rheuma, Fehl- oder Überlastung bei Arbeit und Sport oder durch ein sogenanntes Hüftimpingement, darunter wird eine Hüftgelenk-Blockade verstanden.

Aber auch Stoffwechselerkrankungen, Druck auf Nerven, Neuralgien, Knochen und Knorpelschäden, Unfälle, Gefäßerkrankungen oder Hüftarthrose (Coxarthrose) können eine Ursache sein.

Aufgrund der Vielfalt an möglichen Auslösern Ist es erforderlich, dass Sie gemeinsam mit dem Arzt ihres Vertrauens herausfinden, wodurch die Hüftschmerzen in Ihrem konkreten Fall ausgelöst werden.

Wo sitzt der Schmerz bei Hüftarthrose?

Etwa 5 Prozent aller deutschen Erwachsenen leiden unter Schmerzen, die durch eine Hüftarthrose ausgelöst werden.

Dabei trifft es Frauen häufiger als Männer. Die Beschwerden sind schleichend und der Schmerz sitzt beim Gehen und Treppensteigen sowie beim Bewegen des Oberschenkels häufig an der Innenseite des Oberschenkels bis zum Knie oder auch im Gesäß. Nach längeren Ruhephasen kann auch eine allgemeine Steifigkeit den Schmerz begleiten.

Im Folgenden gehen wir den Antworten zur Frage: Was kann man gegen Schmerzen in der Hüfte tun? näher auf den Grund.

Was kann man gegen Schmerzen in der Hüfte tun?

Nicht immer ist eine Behandlung mit Medikamenten oder sogar ein operativer Eingriff nötig. Je nach persönlicher Diagnose lassen sich Physiotherapie, Krankengymnastik aber auch physikalische Therapien mit Wärme- und Kälteanwendungen sinnvoll einsetzen.

Und direkt zu Hause in den eigenen vier Wänden? Was kann man gegen Schmerzen in der Hüfte tun?
Nachdem Sie den Ursachen für Ihre Hüftbeschwerden mit einem Arzt oder Therapeuten auf den Grund gegangen sind, können Sie mit Hausmitteln aber auch mit den passenden Übungen zur Stärkung und Kräftigung der Hüft Areale beitragen, um Hüftschmerzen (Koxalgie) zu lindern und einen Abbau der Gelenke zu vermeiden.

Die folgende Übersicht gibt Ihnen zunächst einen Überblick über mögliche Ansätze:

  • Gezielte Übungen zur Dehnung und Stärkung
  • Moderater, gelenkschonender Sport
  • Kälte- oder Wärmeanwendungen mit Moorpackungen und Moorbädern
  • Gesunde, basische Ernährung zur Reduktion von Entzündungen
  • Ausreichend Wasser und ungesüßte Tees
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht zur Entlastung der Gelenke
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Hyaluronsäure oder Glucosamin, die natürlich auch in Gelenkflüssigkeit, Knorpeln und Bindegewebe vorkommen
  • Cremes und Salben mit Weihrauch, Lippmuschel, Ingwer und Arnika

Welcher Sport ist gut bei Hüftschmerzen?

Sport kann eine wertvolle Unterstützung bei Hüftbeschwerden sein, denn er fördert die Durchblutung und Beweglichkeit der Gelenke. Zu den geeignetsten Sportarten zählt unter anderem Schwimmen, da die Hüftgelenke dabei seitwärts bewegt werden und die gesamte Rumpfmuskulatur gestärkt wird, ohne dass die Gelenke selbst belastet werden.

Auch Radfahren auf ebenem Untergrund entlastet die Gelenke und fördert gleichzeitig die Durchblutung, die Ausdauer und den Muskelaufbau. Ebenfalls beliebt bei Hüftschmerzen ist sogenanntes Aqua Fitness. Das Wasser sorgt für eine gewisse Schwerelosigkeit und die Gelenke müssen nicht das gesamte Gewicht tragen. Aufgrund des Wasserwiderstands werden die Muskeln optimal beansprucht und gleichzeitig Sehnen und Bänder geschont.

Was kann man gegen Schmerzen in der Hüfte tun?

Auch dehnungsintensive Sportarten wie Yoga oder Pilates können eine echte Wohltat sein und zur Schmerzlinderung beitragen.

Darüber hinaus eignen sich sportliche Aktivitäten, bei denen die Bewegungen gleitend sind. Dazu gehören unter anderem Inline-Skating, Skilanglauf oder Tanzen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, gezielte Übungen täglich zu Hause durchzuführen.

Welche Übungen gegen Schmerzen in der Hüfte lassen sich Hause umsetzen?

Einfache Übungen zum Dehnen sorgen für eine Stärkung der Hüftmuskulatur, beugen Beschwerden vor oder unterstützten den Heilungsvorgang bei bestehenden Erkrankungen. Das Training sollte nicht bei akuten, starken Schmerzen durchgeführt werden, aber unter erträglichen Beschwerden mindestens 3-mal wöchentlich stattfinden.

Eine besonders effektive Übung ist der sogenannte Hüftbeuger. Dazu stellen sie sich mit gradem Oberkörper In Schrittstellung mit dem linken Bein nach hinten und dem rechten Bein nach vorn. Dabei ist das Knie des vorderen Beines leicht angewinkelt, das des hinteren Beines ausgestreckt.
Anschließend verlegen Sie den Schwerpunkt Ihres Körpers auf das rechte Bein und schieben Ihr Becken vorwärts. Dabei sollten Sie eine angenehme Dehnung in der Leiste Ihres linken Beines spüren können.

Jetzt können Sie damit beginnen Ihren linken Arm nach oben auszustrecken und den Oberkörper in die rechte Richtung zu verlagern. Halten Sie diese Dehnungsübung für etwa 20 Sekunden und wechseln Sie anschließend die Beine sowie Seiten.

Durch die Dehnung des sogenannten Tractus iliotibialis können Sie gezielt Hüftbeschwerden entgegenwirken. Dazu müssen Sie das linke Bein, das gedehnt werden soll, hinter dem rechten kreuzen.

Strecken Sie anschließend den linken Arm nach oben, neigen Sie die Wirbelsäule und das Becken nach links. Auch diese Haltung sollte 20 Sekunden andauern, bevor Sie die Seiten wechseln.
Besonders leicht ist der Radfahrer umsetzbar. Dazu legen Sie sich auf den Boden, winkeln die Beine an und beginnen damit diese wie beim Radfahren in der Luft zu bewegen.

Fazit: So werden Sie bei Hüftschmerzen selbst aktiv!

Chronische oder akute Hüftbeschwerden können unseren Alltag stark beeinträchtigen. Aus diesem Grund sind nicht nur eine schnelle Linderung, sondern auch eine langfristige Veränderung der Lebensweise sowie die passenden Übungen gefragt.

Was kann man gegen Schmerzen in der Hüfte tun? Mit unseren Hinweisen erhalten Sie einen ganzheitlichen Leitfaden, um aktiv gegen Ihre Beschwerden im Bereich der Hüften vorzugehen.
Nehmen Sie sich dafür täglich ausreichend Zeit und integrieren Sie zum Beispiel die unterschiedlichen Übungen gezielt in Ihren Alltag.

Jetzt kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.