Natürlicher Badetorf lässt sich sehr vielseitig in der Heimanwendung nutzen.

Sicher haben Sie schon öfter von Moorpackungen gehört, wissen aber vielleicht nicht so recht, wie Sie diese auch zu Hause richtig lagern und bei Bedarf einsetzen?

In unserem Blog lesen Sie heute alles rund um die vielseitige Moorkompresse Wirkung und erhalten praktische Tricks und Anwendungs-Tipps für die richtige Anwendung sowie den Kauf.

1. Wie lassen sich Moorpackungen verwenden?

Eine Moorkompresse kann ihre Wirkung besonders vielseitig entfalten und wird traditionell sowohl in der Kälte-, als auch in der Wärmetherapie genutzt. Dazu ist nur eine Moorpackung in Ihrer Hausapotheke notwendig, die Sie individuell, je nach Anwendungsgebiet erwärmen oder abkühlen können.

Doch wann ist Wärme und wann eher Kälte das beste Mittel? Wir haben Ihnen eine kleine Anleitung erstellt. Damit können Sie Ihre Beschwerden besser einordnen und entscheiden, ob sich eine Wärme- oder Kältemoorkompresse besser eignet.

Anleitungsleitfaden für Warmmoorkompressen

Erwärmen Sie Ihre Moorpackung, wenn Sie zum Beispiel unter Rückenschmerzen oder Verspannungen im Schulter-Nackenbereich leiden. Darüber hinaus hilft Ihnen ein warmes Moorkissen bei Erkrankungen der Gelenke, Rheuma, einem umgangssprachlichen „Hexenschuss“, so wie Ischias.

Eine Wärmetherapie kann auch bei Ohren-, Magen sowie Bauchschmerzen zum Einsatz kommen. Probleme mit der Leber sowie Niere und Beschwerden rund um die Monatsblutung lassen sich mit einem Wärmekissen ebenso gut behandeln.

Wussten Sie, dass sich eine Moorkompresse bei Erkältung auch ideal verwenden lässt? Die wohltuende Wärme, die über einen langen Zeitraum abgegeben wird, kann hier bestimmte Bereiche wie kalte Füße oder den Oberkörper gezielt erwärmen und einer Erkältung entgegenwirken.

Anleitungsfaden für Kaltmoorkompressen

Sie können ihre Moorkompressen auch auf 3-6 °C abkühlen und damit gezielt Sportverletzungen, Stauchungen oder Prellungen in der Heimanwendung behandeln. Darüber hinaus lassen sich mit einer Kältepackung akute Entzündungen der Gelenke sowie Rheumaschmerzen gezielt lindern.

Eine kalte Kompresse aus Moor hilft auch bei Insektenstichen oder Fieberschüben sowie Zahnschmerzen.

2. Wie sollte ein Moorkissen am besten erhitzt oder abgekühlt werden?

Erhitzen auf maximal 50 Grad

Je nach Anwendungswunsch können Sie Ihre Moorkompresse erwärmen, indem Sie diese in die Mikrowelle oder ein Wasserbad legen. Damit Sie lange Freude an Ihrer Moorkissen haben, ist jedoch das Erhitzen im Wasserbad empfehlenswert.

Dazu bringen Sie zunächst einfach Wasser in einem Topf zum Kochen. Nehmen Sie den Topf vom Herd und legen Sie erst jetzt die Moorpackung für etwa 10 Minuten so hinein, dass diese vollkommen mit Wasser bedeckt wird. Anschließend können Sie die Moorpackung verwenden. Einfach leicht abtupfen und auf das gewünschte Körperareal auflegen.

Ein starkes Erhitzen in der Mikrowelle sorgt nicht nur dafür, dass das Moor schneller altert, sondern kann bei mehr als 110 Grad auch zur Zerstörung der Ummantelung führen.

Entscheiden Sie sich für die Erwärmung in der Mikrowelle, nutzen Sie bitte eine maximale Wattzahl von 600 und lassen Sie die Moorpackung nicht länger als eine Minute im Gerät. Danach sollten Sie Ihr Moorkissen herausnehmen und intensiv durchkneten. Sie können diesen Vorgang mehrfach wiederholen, bis Ihre Wunschtemperatur erreicht ist.

Wichtiger Hinweis: Prüfen Sie vor der Anwendung auf der Haut, ob das Kissen nicht zu heiß ist. Eine Temperatur von 45-50 Grad kann bereits zur Verbrühung der Haut führen. Spezielle Leinenbezüge für Moorkissen können hier einen weiteren Schutz bieten. Genießen Sie die langanhaltende Tiefenwärme, die das Moor nach und nach an Ihren Körper abgibt.

Abkühlen auf 3 – 6 Grad

Vor der Kälteanwendung muss Ihre Moorkompresse für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank. Bitte achten Sie darauf, dass die Moorfüllung niemals bis unterhalb des Gefrierpunkts abgekühlt wird, denn dadurch kann die Füllung aus Naturmoor beeinträchtigt oder unbrauchbar gemacht werden.

Unser Praxistipp: Bewahren Sie die Moorpackung immer im Kühlschrank auf, so ist sie für eine Kältetherapie jederzeit einsatzbereit und Sie können die Moorkompresse Wirkung sofort nutzen.

3. Wie kann ich eine Moorkompresse weich machen?

Um eine lange Lebensdauer Ihres Moorkissens zu ermöglichen, können sie dieses entweder in der originalen Verpackung bei Zimmertemperatur aufbewahren oder im Kühlschrank (jedoch bitte nicht im Tiefkühlbereich). Sollte sich Ihre Moorpackung etwas härter anfühlen, können Sie durch Erwärmung im Wasserbad die Moorkompresse weich machen.

Allerdings ist dies nur bedingt möglich, denn das Naturprodukt unterliegt einem natürlichen Verfall und der Badetorf trocknet nach und nach aus. Dadurch wird die Moorkompresse härter und kann Wärme sowie Kälte nicht mehr so gut abspeichern. Nach 10 -24 Monaten ist die Moorfüllung meist verhärtet und schmiegt sich nicht mehr an die Körperregionen an. Dann müssen Sie diese im Hausmüll entsorgen.

Unser Praxistipp: Schonen Sie bei der Entsorgung die Umwelt und schneiden Sie das Paket auf. So können Sie das enthaltene Moor (Torf) im Garten nutzen und somit nur die Folie im Hausmüll entsorgen.

4. Worauf sollte ich beim Moorkissen kaufen achten?

Sie wollen gern eine Moorkissen kaufen, wissen aber nicht genau, worauf es beim Kauf ankommt? Achten Sie darauf, dass es sich bei der Füllung Ihrer Moorkompresse um 100 Prozent Naturmoor, ohne künstliche Zusatz- oder Konservierungsstoffe handelt. Nur so kann eine traditionelle Tiefenwirkung in der Kälte- oder Wärmeanwendung mit Moor erzielt werden.

In Sachen Umweltschutz und um dabei eine Ausbeutung von Naturschutzgebieten zu vermeiden, sollten Sie beim Moorkompresse kaufen auch die Herkunft des Badetorfs berücksichtigen. Ein zuverlässiger Hersteller macht auf der Verpackung konkrete Angaben dazu, aus welcher Moorregion das im Kissen verwendete Moor kommt.

Da Badetorf einem natürlichen Alterungsvorgang unterliegt, sollte es sich um neue Ware handeln, die beim Anbieter noch nicht lange gelagert wurde. Fehlen hier Hinweise auf der Originalverpackung scheuen Sie sich nicht und fragen Sie beim Hersteller direkt nach.

Prüfen Sie darüber hinaus, wo die Moorkissen hergestellt wurden. Setzen Sie auf ein Medizinprodukt das in Deutschland oder zumindest in der EU produziert wurde und ein „CE“-Zeichen trägt.

Ein weiteres Kriterium ist die Ummantelung des Kissens. Industriell hergestellte Badetorfkissen besitzen häufig eine dicke Folie mit harten Kanten. Bei der Manufaktur-Herstellung wird auf Handarbeit gesetzt, dass macht sich unter anderem häufig auch in weicheren, anschmiegsameren Folien bemerkbar, deren Verarbeitung präzise ist und ohne harte Kanten auskommt.

Moorpackung verwenden und vielseitig in der Hausapotheke nutzen! In unserem Artikel haben wir Ihnen Insidertipps rund um Moorkissen und deren effektiven Einsatz zu Hause zusammengefasst. Jetzt wissen Sie, worauf Sie beim Moorkompresse kaufen achten sollten. Wir wünschen Ihnen gute Besserung mit dem schonenden Naturmittel Moor.

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