Ein stechender Schmerz im Außenbereich Ihres Kniegelenks oder aber auch im Becken, kann ein erster Hinweis auf ein sogenanntes Läuferknie (Tractus iliotibialis), auch ITBS oder Iliotibialband-Syndrom sein.

Betroffene verspüren die Beschwerden zunächst häufig erst beim Laufen, im späteren Erkrankungsverlauf jedoch auch beim Gehen oder in Bewegung nach Ruhephasen. Das Schmerzempfinden kann zermürbend sein und die Freude am Sport aber auch in unterschiedlichen alltäglichen Situationen stark eintrüben.

Doch was ist ein Läuferknie? Was ist der Tractus? Welche Läuferknie Ursachen gibt es und wie lassen sich die Läuferknie Symptome behandeln? Wie lange dauert die Heilung eines Läuferknies? Wir geben Ihnen heute gleich 7 Tipps an die Hand, die Ihnen bei diesen Beschwerden schnell helfen und Ihnen den Alltag erleichtern.

Tipp 1: Die Läuferknie Ursachen ausfindig machen!

Was tun bei Läuferknie? Um diese Frage korrekt beantworten zu können sowie den Beschwerden in Zukunft optimal entgegenzuwirken, gilt es die Auslöser auszumachen. Das Läuferknie auch Runner’s Knee entsteht durch Fehl- oder Überbelastung der Sehnenplatte (Tractus iliotibialis) am oberen Außenschenkel.

Was ist der Tractus? Beim Tractus iliotibialis handelt es sich um einen flachen Sehnenfaserstrang, der sich vom Becken bis zur Außenseite unsere Oberschenkel erstreckt.

Gut zu wissen: Ein Läuferknie wird immer dann begünstigt, wenn eine Reibung zwischen Tractus iliotibialis sowie den Oberschenkelknochen besteht. Hervorrufen werden kann dies unter anderem aufgrund einer einseitig schwachen Muskulatur von Rumpf- und Gesäßmuskel, die beim Laufen das Becken auf der anderen Seite nicht ausreichend stützen können.

Weitere Ursachen können zum Beispiel eine Überbeanspruchung, mangelnde Dehnung, Verspannung aber auch falsche Laufschuhe oder O-Beine sein. Die Ursachenforschung bietet eine wichtige Wissensgrundlage, um aktiv zu werden und mit einem geeigneten Training zu beginnen. Prüfen Sie in Ihrem konkreten Fall, worin mögliche Auslöser liegen.

Tipp 2: Mit dem Laufen aufhören, sobald es schmerzt!

Was kann man gegen ein Läuferknie tun? Treten Läuferknie Symptome, wie stechender Schmerzen oder auch im späteren Verlauf Bewegungsschmerzen, während des Laufens auf, sollten Sie auf keinen Fall mit den Schmerzen weiterlaufen, sondern diese Warnung Ihres Körpers ernst nehmen.

Hier gilt es zunächst die akute Entzündung zu behandeln sowie systematisch die Rumpf- und Hüftmuskulatur zu kräftigen. Wie das geht, erfahren Sie in unseren folgenden Tipps.

Tipp 3: Akute Entzündungen im Läuferknie kühlen!

Handelt es sich um eine akute Entzündung, helfen Ihnen kalte Umschläge dabei, die Gefäße zu verengen und den Entzündungsprozess zu stoppen.

Dazu können Sie ganz einfach ein Moorkissen für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank legen und anschließend auf den schmerzenden Bereich auflegen.

Der Schmerz wird damit gelindert und kann gegebenenfalls mit der Einnahme eines entzündungshemmenden Medikaments weiter abgeschwächt werden.

Tipp 4: Hausmittel Weißkohlwickel ausprobieren!

Erfahrene Läufer schwören auf den Einsatz von Krautwickeln. Sie sollen eine stark entzündungshemmende Wirkung besitzen.

Dazu einfach die Blätter des Weißkohls mit einem Nudelholz glatt walzen, anschließend auf das vom Schmerz betroffene Areal legen und mit einem Verband umwickeln. Lassen Sie den Verband für mindestens zwei Stunden aber am besten über Nacht einwirken.

Die Weißkohlblätter verfügen über entzündungshemmende Eigenschaften.
Im Gegensatz zu diversen Schmerzgelen aus der Apotheke bieten Krautwickel ein effizientes und kostengünstiges Hausmittel.

Tipp 5: Auf gelenkschonende Bewegungen achten!

Läuferknie Schmerzen lassen sich gut mit alternativen Sportarten, wie beispielsweise Schwimmen oder Spinning behandeln. Ebenfalls schonend für ein beanspruchtes Läuferknie ist Radfahren.

Achten Sie bitte bei jeder Form von Bewegung darauf, dass Sie immer wieder für Dehnung und “Erwärmung” sorgen und dabei Ihr Knie so wenig wie möglich belasten.

Ganz gleich, ob Sie gegen Ihr Läuferknie Radfahren oder doch lieber auf Alternativsportarten setzen wollen, achten Sie stets auf die notwendige Ruhe. Denn sobald Sie Ihr Läuferknie erneut überlasten, können die bisherigen Erfolge schnell zunichte gemacht werden.

Tipp 6: Mit gezielten Übungen die Läuferknie Behandlung unterstützen!

Eine häufig gestellte Frage im Zusammenhang mit dem Iliotibialband-Syndrom ist: Wie lange dauert die Heilung bei einem Läuferknie?

Mit Unterstützung von geeigneten Läuferknie Übungen können die Schmerzen schnell reduziert werden. Allerdings müssen die Bänder, Sehnen sowie Faszien zunächst heilen. Dieser Prozess kann bis zu zwölf Wochen andauern.

Geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er dafür benötigt und unterstützen Sie ihn mit den passenden Läuferknie Übungen. Besonders geeignet sind Dehnübungen sowie ein gezieltes Krafttraining. So beugen Sie verkürzten Sehnen vor und bauen Muskulatur auf, die Ihren gesamten Bewegungsapparat gleichmäßig stützt.

In der folgenden, praktischen Videoanleitung finden Sie die 3 besten Läuferknie Übungen. Führen Sie die Übungen sorgfältig und regelmäßig durch und Sie werden sehr bald schon eine Besserung Ihrer Beschwerden bemerken können.

Lassen Sie sich auch von einem erfahrenen Physiotherapeuten oder Osteopathen beraten und sich weitere Übungen für eine Stärkung sowie Vorbeugung von Läuferknie Schmerzen zeigen.
In diesem Zusammenhang können Sie auch einmal alternative Möglichkeiten ansprechen, wie beispielsweise die Effekte von einem Taping mit Kinesio-Tape. Eine kurze Erklärung dazu finden Sie in unseren folgenden Tipp.

Tipp 7: Läuferknie tapen!

Viele Sportler haben bereits gute Erfahrungen mit dem Tapen des Läuferknies gemacht. Dabei wird sogenanntes Kinesio-Tape (Physio-Tape) verwendet, dass die Muskulatur stützen und damit den Heilungsprozess unterstützen soll.

Rund um das Thema Tapen lassen Sie sich am besten von einem versierten Physiotherapeuten beraten und die einzelnen Schritte genau erklären. Eine wertvolle Hilfestellung und passende Anleitung finden Sie auch im Video: Läuferknie Tapen.

Das Tape bietet Ihnen eine Stabilisierung, insbesondere dann wenn Bänder oder Muskulatur verletzt oder entzündet sind. Trotz diese Unterstützung werden Sie dabei in Ihrer Bewegung nicht eingeschränkt. Gerade für Läufer, die nach Beschwerden erneut wieder mit dem Laufen beginnen, kann es sehr sinnvoll sein den betroffenen Kniebereich vor dem Training zu Tapen. Dieser Tipp gilt übrigens nicht nur für das Lauftraining, sondern auch als wertvoller Schutz bei anderen Sportarten.

Unser Fazit: Was tun bei Läuferknie?

Was kann man gegen ein Läuferknie tun? Der Überbeanspruchung bei einem ITBS können Sie mit unseren Hinweisen jetzt nachhaltig entgegenwirken. Bereits kleine Veränderungen und die Anwendung von Hausmitteln verschaffen Ihnen bei Läuferknie Schmerzen eine deutliche Linderung.

Passende Läuferknie Übungen sorgen für eine Stabilisierung der Muskulatur und beugen neuen Beschwerden vor. Wir wünschen Ihnen schnelle und langanhaltende Erfolge bei Ihrer Läuferknie Behandlung.

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