Die Ergonomie am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema, um langfristig gesund zu bleiben, wird aber in vielen Unternehmen nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Höchste Zeit die Arbeitsplatz Ergonomie einmal näher unter die Lupe zu nehmen.

Die Bezeichnung Ergonomie setzt sich im Griechischen aus den Begriffen „ergon” für Arbeit und „nomos” für Gesetz oder Regel zusammen und beschreibt die Anpassung des Arbeitsplatzes oder der Umgebung an die jeweiligen Menschen.

Um den Begriff mit Leben zu füllen und zu zeigen, dass die Lösung nicht so schwierig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint, haben wir unseren Blogbeitrag heute dem Thema Ergonomie am Arbeitsplatz gewidmet.

Warum ist Ergonomie am Arbeitsplatz wichtig? Welche Richtlinien gilt es für Arbeitgeber zu berücksichtigen? Welche Aspekte sind bei der Umsetzung der Ergonomie im Büro besonders entscheidend? Hier finden Sie die passenden Antworten auf einen Blick!

Warum ist Ergonomie am Arbeitsplatz wichtig?

Viele von uns verbringen den Großteil der Lebenszeit mit Arbeit. Umso entscheidender ist es, dass auch bei langen Bürotagen im Sitzen aber auch in Berufen, in denen Sie viel Stehen müssen oder in einer unnatürlichen Körperhaltung verharren, Ihr Arbeitsplatz individuell an Ihre Bedürfnisse und an Ihren Körper angepasst ist.

Bereits die Veränderung der Lichtverhältnisse, Höheneinstellung von Bürostuhl oder Schreibtisch, aber auch der Abstand zum Bildschirm oder eine regelmäßige Bewegung kann die Ergonomie im Büro verbessern und so langfristig Rückenproblemen oder anderen Beschwerden vorbeugen.

Mit der richtigen Ergonomie am Arbeitsplatz sorgen Sie dafür, dass es Ihnen gut geht und die Arbeit einfach von der Hand geht, ohne dass der Körper darunter zu leiden hat.

Ergonomie am Arbeitsplatz Richtlinien beachten!

Um sich zunächst einen Überblick darüber verschaffen zu können, was Ergonomie am Arbeitsplatz genau bedeutet, können sich Arbeitgeber und Mitarbeiter mit den verschiedenen gesetzlichen Regelungen auseinandersetzen.

Der Gesetzgeber regelt die Ergonomie am Arbeitsplatz Richtlinien unter anderem in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) sowie der DIN EN ISO 9241 und DIN EN ISO 10075.

Zur Einhaltung der unterschiedlichen Regeln sind Arbeitgeber zum Teil verpflichtet. Sie werden von den Berufsgenossenschaften immer wieder kommuniziert, um Folgeschäden wie Erkrankungen von Skelett und Muskulatur und damit auch Arbeitsausfälle oder Kosten zu vermeiden.

Die Vorgaben beschreiben, worauf es in Büroräumen, bei der Auswahl von Bürostühlen aber auch Schreibtischen und Bildschirmen ankommt, um für Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen und gleichzeitig Verspannungen und Haltungsschäden vorzubeugen.

Ergonomie im Büro inklusive aller Rahmenbedingungen prüfen!

Nehmen Sie zunächst Ihre Büroräume näher in Augenschein. Sie sollten je Mitarbeiter ausreichend Fläche pro Bildschirmarbeitsplatz von mindestens 10 m² gewährleisten.

Mit Hilfe von ausreichendem Lüften aber auch Luftreinigungsgeräten und Pflanzen fördern Sie eine optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60 Prozent. Prüfen Sie darüber hinaus, ob die Raumtemperatur für optimale Arbeitsbedingungen zwischen 20-22 Grad liegt.

Ein weiterer Aspekt sind die richtigen Lichtverhältnisse, die zum Arbeiten notwendig sind. Empfehlenswert ist Tageslicht oder eine Tageslichtlampe sowie eine Beleuchtung, die sich frei von Schatten am Schreibtisch auf Monitor und Tastatur ausrichten lässt.

Achten Sie außerdem darauf, dass der Lärmpegel im Büro so niedrig wie möglich gehalten wird und nicht über 55 db(A) liegt.

Nicht zu vergessen ist der Wohlfühlfaktor. Die beste Ergonomie am Arbeitsplatz nützt wenig, wenn sich Ihre Mitarbeiter nicht wohlfühlen. Pflanzen, Bilder, Raumteiler und andere Elemente sorgen für ein ansprechendes Ambiente und können auch gemeinsam mit den Kollegen ausgesucht werden.

Ergonomisches Sitzen und Stehen sicherstellen!

Im Fokus der Arbeitsplatz Ergonomie steht dabei zunächst eine geeignete Sitzgelegenheit. Verwenden Sie nur Stühle die stabil sind und gleichzeitig auch über einen längeren Zeitraum ein bequemes Sitzen ohne Schmerzen ermöglichen.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der einzelnen Person, auf die der Bürostuhl in Sachen Körpergewicht, Größe etc. angepasst sein sollte.

Im Sitzen ist die Stuhlhöhe so zu wählen, dass die Füße flach auf dem Boden stehen können und Ober- sowie Unterschenkel einen 90 Grad Winkel bilden.

Auf der Sitzfläche müssen Sie bequem sitzen und dabei den Rücken leicht gegen die Lehne pressen können. Achten Sie auf einen Abstand zwischen Kniekehle und Sitzfläche von etwa zwei Fingerbreite.

Die Rückenlehne sollte es ermöglichen, dass Sie sich problemlos Anlehnen können und dabei Ihr unterer Rücken besonders über eine sogenannte Lordosenstütze geschützt wird. Wichtig ist es, dass hier das Kreuz optimalen Halt bekommt. Je nach Anforderungen kann auch eine Armstütze sinnvoll sein, auf denen die Ellenbogen hin und wieder abgelegt werden können.

Wichtig für ergonomisches Sitzen aber auch Stehen ist die Tischhöhe. Ein Grund warum immer mehr Menschen auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch setzen, an dem Sie sowohl sitzend, als auch im Stehen arbeiten können.

Insgesamt sollten Sie, wenn Sie sitzen, Ihre Ellenbogen locker auf dem Tisch ablegen können. Dabei ist die Tischfläche in Abhängigkeit der Körpergröße zwischen 18-30 cm höher als die Sitzfläche.

Die Füße müssen stets Bewegungsfreiheit haben, ohne dass Gegenstände oder Kabel den Freiraum einschränken.

Die Arbeit am Computer optimieren!

Dreh- und Angelpunkt bei der Bildschirmarbeit ist der passende Computer. Der Bildschirm sollte gerade vor Ihnen stehen, so dass der obere Rand des Bildschirms etwa eine Handbreit unter Ihrer Augenhöhe liegt.

Schaffen Sie zwischen Augen und Bildschirm mindestens eine Armlänge Platz. Falls Sie dann die Schrift nicht lesen können, verringern Sie nicht den Abstand, sondern erhöhen die Schriftgröße auf dem Bildschirm.

Ein weiterer guter Tipp ist der richtige Umgang mit Dokumenten in Papierform. Diese sollten niemals zwischen Ihnen und der Tastatur liegen, sondern immer zwischen Tastatur und Bildschirm.

Die Tastatur richten Sie am besten gerade vor Ihrem Körper aus und achten auf einen Abstand zur Kante des Tischs von etwa 10 Zentimetern. Die Maus darf gern nahe bei der Tastatur liegen, sollte aber den nötigen Bewegungsfreiraum haben.

Auf regelmäßige Bewegung achten!

Die besten Hinweise rund um die Ergonomie am Arbeitsplatz helfen wenig, wenn Sie nicht für ein gewisses Maß an Bewegung sorgen. Stehen Sie immer wieder einmal auf, strecken Sie sich oder rollen Sie mit Kopf und Schultern.

Bereits kleine Bewegungsabläufe sorgen dafür, dass es nicht zu Verspannungen oder Fehlhaltungen kommt.

Machen sie es sich zur Gewohnheit immer mal wieder im Stehen zu arbeiten oder für bestimmte Tätigkeiten wie dem Telefonieren aufzustehen und hin- und herzulaufen.

So bleiben Sie auch im Büro in Bewegung und reduzieren Durchblutungsstörungen, Rücken- oder Kopfschmerzen.

Arbeitsplatz Ergonomie fördert Effizienz und Motivation!

Unser Blogbeitrag gibt präzise Antworten auf die Fragestellung: Warum ist Ergonomie am Arbeitsplatz wichtig?

Weil Sie dafür sorgt, dass Mitarbeiter unter optimalen Bedingungen arbeiten können und dabei Ihren Rücken und andere Körperbereiche nicht überanspruchen.

Fördern Sie die Ergonomie am Arbeitsplatz und sorgen Sie so für dauerhaft optimale Verhältnisse an Ihrem Schreibtisch oder im Büro Ihrer Mitarbeiter.

  1. Gustaf Schubert says:

    Wir möchten gerne den Arbeitsplatz in unserem Büro aufteilen. Gut war daher der Tipp, dass es für den Arbeitsplatz einige Richtlinien gibt, an die man sich ergonomisch halten muss. Wir werden nach passenden Trennwänden gucken, die wir für unser Büro bestellen können.

  2. Marlon Weber says:

    Unsere Büromöbel werden demnächst aussortiert. Mir war nicht bewusst, dass ergonomische Designs die Effizienz steigern. Am besten suche ich nach passenden Angeboten.

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