Schmerzende Gelenke können ganz verschiedene Ursachen haben. Im umgangssprachlichen Gebrauch werden die Begriffe Arthritis und Arthrose häufig in einem Atemzug genannt und auch gern verwechselt.

Dabei ist es jedoch wichtig zu wissen, dass beide Erkrankungen zwar mit schmerzenden Gelenken einhergehen, aber vollkommen unterschiedliche Ursachen haben. Das Wissen dazu ist insbesondere dann wichtig, wenn es um eine gezielte und nachhaltige Behandlung geht.

Erfahren Sie in diesem Blog Artikel alles Wissenswerte rund um die Gelenkerkrankungen. Nach dem Lesen kennen sie alle Fakten und können Arthrose und Arthritis gezielt voneinander unterscheiden.

Wann spricht man von einer Arthritis?

Eine Arthritis beschreibt eine entzündliche Erkrankung. Typisch sind dabei Anzeichen von Entzündungen wie geschwollene, schmerzende, erhitzte Gelenke.

Kommt es zu einem plötzlichen Auftreten der Gelenksentzündung spricht man von einer akuten Arthritis. Sind die einzelnen Gelenke bereits über einen längeren Zeitraum entzündet handelt, es sich um eine chronische Arthritis. Dabei kann es im Laufe der Zeit zu einer systematischen Zerstörung der Gelenke kommen, die die Beweglichkeit deutlich einschränkt.

Unterschieden wird im medizinischen Bereich häufig zwischen einer infektiösen sowie einer nicht infektiöse Arthritis Form. Eine durch eine Infektion ausgelöste Arthritis wird auch als bakterielle Gelenksentzündung beschrieben. Dabei gelangen beispielsweise über das Blut direkt in einzelne Gelenke und rufen dort eine Entzündung hervor.

Nicht von einer Infektion ausgelöst wird die so genannte rheumatoide Arthritis, die auch als chronische Arthritis bezeichnet wird. Umgangssprachlich wird dieses Krankheitsbild auch oft als Rheuma betitelt.

Die rheumatoide Arthritis schreitet systematisch im Laufe der Jahre voran und kann in Schüben auftreten. Ursachen scheinen hier erbliche Veranlagung sowie fehlgeleitete Autoimmunprozesse im Körper zu sein. Die genauen Auslöser sind bislang jedoch ungeklärt.

Wann spricht man von einer Arthrose?

Eine Arthrose wird auch als Gelenkverschleiß bezeichnet. Dabei kommt es zu schmerzhaften Gelenken meist insbesondere dann wenn diese belastet werden. So verspüren Arthrose Patienten beispielsweise in Hüften oder Knien einen stechenden Schmerz bei Stößen wie sie beispielsweise beim Joggen verursacht werden.

Die Schmerzen können im Laufe der Jahre zunehmen und auch für steife Gelenke sorgen, die sich insbesondere nach längere Ruhephasen, beispielsweise bei dem morgendlichen Aufstehen, bemerkbar machen können. Ist die Arthrose bereits stark fortgeschritten, kann es auch zu Schmerzbelastung in der Ruhe kommen. Ursachen für die Arthrose liegen häufig im Verschleiß der Knorpel, bei dem die Knorpelschicht im Laufe der Jahre dünner wird. Fehlt die schützende Schicht werden die Gelenke abgenutzt. Ein Mangel an Bewegung kann den Abbau des Knorpels beschleunigen. Ebenso trägt ein Muskelabbau zur Einschränkung der Beweglichkeit bei.

Ein Mangel an Bewegung kann den Abbau des Knorpels beschleunigen. Anders als viele Patienten vermuten, sollten Sie sich gerade bei Arthrose ausreichend bewegen.

Begünstigt werden kann der Verschleiß der Knorpel durch eine genetische Veranlagung, gelenkbelastende sportliche Aktivitäten, einen Job mit häufiger kniender oder hockender Tätigkeit aber auch frühere Verletzungen des Knies und ein starkes Übergewicht. Am häufigsten kommen sowohl die Kniearthrose, als auch die Hüftarthrose vor. Immer mehr Patienten klagen jedoch auch über Fingerarthrose sowie Wirbelgelenkarthrose.

Ein Arzt kann die Arthrose anhand ihrer typischen Symptome erkennen. Ist das Krankheitsbild nicht eindeutig, kann auch eine Röntgenuntersuchung nähren Aufschluss geben. Hier werden im Röntgenbild für Arthrose typische Veränderungen deutlich. Insbesondere dann wenn es bei Patienten nicht zu den typischen Symptomen kommt, muss abgeklärt werden, ob es sich um Arthrose oder um eine rheumatische Gelenksentzündung (eine Arthritis) handelt. Dazu werden unter anderem Untersuchungen des Blutes, Ultraschall oder Magnetresonanztomographie vorgenommen.

Was haben beide Erkrankungen gemeinsam?

Ganz klar haben beide Gelenkerkrankungen die Schmerzen in den beweglichen Verbindungen zwischen Knochen gemeinsam. Patienten können beim ersten Auftreten der Schmerzen selten bestimmen, um welche Krankheitsform es sich handelt.

Aus diesem Grund ist es entscheidend zu wissen, wie Sie die Krankheitsbilder Arthrose und Arthritis voneinander unterscheiden können. Im folgenden Absatz finden Sie alle deutlichen Unterscheidungsmerkmale beschrieben und in einer übersichtlichen Tabelle aufgeschlüsselt.

Unterschiede zwischen Arthritis und Arthrose?

Eine Arthritis kann in jedem Alter auftreten. Immer häufiger sind auch junge Patienten von der Gelenkserkrankung betroffen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Gelenke, die beispielsweise durch Bakterien oder auch aufgrund einer Autoimmunerkrankung hervorgerufen werden kann.

Dadurch kommt es zu einer Entzündung, die über das Blut bis in die Gelenke gelangt. Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das fehlgeleitete Immunsystem gegen die eigenen Gelenke und sorgt dort für Entzündungen. Dabei handelt es sich um die so genannte Sonderform rheumatische Arthritis oder umgangssprachlich auch Rheuma.

Bei einer Arthritis können Patienten sich aufgrund des Entzündungsherds am ganzen Körper krank fühlen. Es kann durch die entzündeten Gelenke zu Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und anderen Entzündungsanzeichen kommen.

Von einer Arthrose sind meist ältere Patienten betroffen, denn sie ist das Ergebnis aus einer jahrelangen Fehl- oder auch Überbelastung der eigenen Gelenke. Der im Lebensverlauf entstehende Gelenkverschleiß kann zum Beispiel durch genetische Disposition, frühere Verletzungen aber auch eine Überbelastung aufgrund von zu hohen Gewicht entstehen. Anders als bei der Arthritis kommt es hier nicht zu Entzündungsmarkern.

Unterschiede zwischen Arthritis und Arthrose im Schnellüberblick

Arthritis Arthrose
Personen jeden Alters meist ältere Menschen
Ursache: Bakterien, Krankheitserreger, Autoimmunreaktionen lösen Entzündungen aus Ursache: Genetik, alte Verletzungen, Übergewicht, Verschleiß der Gelenke
Schmerzbild: häufig nach Ruhe und nachts. Entzündungskennzeichen an den betroffenen Gelenken wie Schmerzen, Schwellungen, Wärme, Rötung Schmerzbild: Schmerzen bei Belastung der Gelenke, die sich oft bei Entlastung und Ruhe verbessern

Welche Hausmittel können bei Arthrose und Arthritis Linderung verschaffen?

So unterschiedlich die beiden Gelenkerkrankungen auch sind, chronische Gelenksentzündungen lassen sich gut mit einer gezielten Wärmetherapie behandeln. Ein Moorkissen kann im Wasserbad oder der Mikrowelle aufwärmt werden und gibt mit Hilfe des enthaltenen Naturmoors über einen langen Zeitraum hinweg, wohltuende Wärme an die schmerzenden Gelenke ab.

Handelt es sich um eine akute Gelenksentzündung kann eine Kältetherapie, zum Beispiel mit einer Moorpackung hilfreich sein. Für eine zuverlässige Behandlung Ihres Krankheitsbildes und den optimierten Einsatz von Wärme und Kälte wenden Sie sich bitte im Zweifel an Ihren Arzt oder Therapeuten.

Auf den Punkt gebracht – Unterschiede zwischen Arthritis und Arthrose

Gelenkerkrankungen Arthrose und Arthritis voneinander unterscheiden? Nach dem Lesen unseres Beitrags wissen Sie, wie sich beide Krankheitsbilder voneinander unterscheiden. Eine Arthrose betrifft meist ältere Menschen, die von einem zunehmenden Verschleiß der Gelenke betroffen sind. Arthritis kann altersunabhängig auftreten und die Schmerzen in den Gelenken werden durch Entzündungen verursacht.

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